Pfand für Getränkeverpackungen im Aufwind: Ab 2023 startet auch Schottland

Thomas Reiner

Wer in Schottland Getränke herstellt, importiert, kauft oder verkauft, hat es ab August 2023 mit einem neu eingeführten Pfandsystem zu tun. Mit der Etablierung von Pfand für Getränkeverpackungen will das Land seinen Müll um ein Drittel reduzieren und die Klimaemissionen um 160.000 Tonnen CO2eq reduzieren. Pfand liegt im Trend. Bis 2030 werden alle Ländern in Richtung Mehrweg- bzw. Pfandsysteme gehen. Ursächlich dafür sind nicht geschlossene Kreisläufe, die für Aktivitäten bei den Regulierern sorgen.

Erdbeben voraus? Kraft Heinz plant Ketchup-Flaschen aus Papier

Thomas Reiner

Der Lebensmittel-Gigant Kraft Heinz will seine Flaschen erneuerbar und recycelbar machen. Erreichen will man das mit Hilfe von Papier. Die geplante Ketchup-Papierflasche soll aus 100 Prozent nachhaltig gewonnenen Fasern bestehen. Aktuell entwickelt das Unternehmen einen Prototyp. Auch wenn noch einige Zeit ins Land gehen dürfte, bis die Flasche in den Regalen ist: Dass ein Big Player wie Kraft Heinz hier Entwicklungsarbeit leistet, ist ein gewaltiger Schritt. Sollte die Papierflasche tatsächlich testweise eingeführt werden, wäre das ein Erdbeben für die Branche.

Marks & Spencer startet Refill-Piloten für Homecare-Eigenmarken

Thomas Reiner

Das britische Einzelhandelsunternehmen Marks & Spencer (M&S) startet in ausgesuchten Filialen einen Test für nachfüllbare Wasch- und Reinigungsmittel seiner Eigenmarken. Käuferinnen und Käufer zahlen beim ersten Kauf eine Anzahlung von 2 Pfund, die bei der nächsten Befüllung auf den Kaufpreis angerechnet werden. Nach Angaben von M&S verläuft der Pilot mehr als vielversprechend. Schon länger deutet sich an, dass die Zukunft zumindest in Europa den Refill-, Pfand- und Mehrweg-Systemen gehört.

Paperisation schreitet voran: Tequila in einer Papierflasche

Thomas Reiner

Das schwedische Spirituosen-Handelsunternehmen AliasSmith bringt als erster Anbieter Tequila in einer Kartonflasche auf den Markt. Die Papierflasche besteht aus 94 Prozent recyceltem Material und spart bei Produktion und Transport nach Unternehmensangaben erhebliche CO2-Emissionen sowie Energie und Wasser. Die Papierflasche ist ein spannender Fall von Paperisation. Für die Verpackungsindustrie eröffnen sich gewaltige Chancen.

Heineken führt Programm zur Dekarbonisierung von Verpackungslieferanten ein

Thomas Reiner

Der Brauereikonzern Heineken startet ein Programm zur beschleunigten Reduzierung des CO2-Fußabdrucks seiner 50 wichtigsten Lieferanten. Mit „Packaging the Future“ fordert das Unternehmen seine Partner in der Lieferkette auf, ein wissenschaftlich fundiertes Netto-Null-Ziel (SBTi) vorzulegen. Heineken zeigt als Big Player sehr deutlich, wohin die Reise geht. Auch wenn vorerst nur die großen Lieferanten im Fokus stehen: Es wird die gesamte Lieferkette treffen.

P&G bringt festes Haar-Shampoo in papierbasierter Verpackung

Thomas Reiner

Ganzheitlich gedacht und gemacht: Der Konsumgüter-Gigant Procter & Gamble (P&G) bietet bei vier seiner Haarpflegemarken, die bisher flüssige Pflegemittel in Kunststoffflaschen anbieten, nun auch feste Produkte in recycelbaren und FSC-zertifizierten Papierschachteln an. Damit geht das Unternehmen einen weiteren Schritt zur Reduzierung seines Kunststoffeinsatzes. Und es zeigt, wie sinnvoll kreative und ganzheitliche Konzepte sind, die Produkt und Verpackung zusammen denken.

Lidl Schweden bringt erste PCR-Folie für TK-Lebensmittel auf den Markt

Thomas Reiner

Lebensmittelverpackungen mit PCR-Anteil sucht man auf dem Markt bislang vergebens. Nun hat der Discount-Gigant Lidl in Schweden den ersten Schritt gewagt. Seit Mai ist dort die nach Unternehmensangaben erste PCR-Kunststofffolie für Verpackungen von TK-Tiefkühlkost im Einsatz. Auch wenn der PCR-Anteil „nur“ 30 Prozent beträgt und auch wenn der Einsatz keinen generellen Durchbruch für den Lebensmittelbereich darstellt: Wir sehen hier die ersten Belege für eine sehr spannende Entwicklung.

50% Rezyklat, 50% biobasiert: McDonald’s testet neue Plastikbecher

Thomas Reiner

McDonald‘s testet in ausgewählten US-Restaurants durchsichtige Kunststoffbecher aus PCR und biobasierten Materialien. Nach Unternehmensangaben sind die neuen Becher recyclingfähig und äußerlich nicht von den bisherigen Bechern zu unterscheiden. Das neue Projekt des Fast-Food-Konzerns ist ein interessanter Ansatz für die Kreislaufwirtschaft.

Wellpappe statt Kunststoff und Aluminium: NORDSEE mit neuer to go-Verpackung.

Thomas Reiner

Die Schnellrestaurantkette NORDSEE führt eine neue Verpackung aus Wellpappe für seinen Außerhausverkauf ein. Die neuen to-go-Verpackungen ersetzen die bisherigen Verpackungen aus Kunststoff und Aluminium. Paperisation ist inzwischen zum Mantra geworden. Bei immer mehr Produkten und Anwendungen setzen Hersteller und Marken auf die Substitution von Kunststoff durch Papier.