Mehrweg im Aufwind: Das neue Rückgabesystem für Getränkeverpackungen der Slowakei erzielt im ersten Jahr Quoten von über 70%.

Thomas Reiner
Anfang 2022 wurde in der Slowakei ein Pfandsystem für PET-Einwegflaschen und Metalldosen eingeführt. Das System setzt auf Rückgabeautomaten von TOMRA und ein Einlagenrückgabesystem. Es soll die Anforderungen der EU-Richtlinie über Einwegkunststoffe erfüllen, höhere Rückgabe- und Recyclingquoten ermöglichen und das Littering-Problem angehen. Die vorab vorgeschriebene Rückgabequote für das Jahr 2022 erreichte 70 Prozent. Das Beispiel der Slowakei unterstreicht unsere Überzeugung, dass Mehrweg- und Rückgabesysteme weiter an Bedeutung gewinnen werden. Der Trend steht erst am Anfang.
McDonald’s und Burger King führen Mehrweg-Verpackungen ein.

Thomas Reiner
McDonald’s Deutschland hat gemeinsam mit dem Logistik- und Supply-Chain-Unternehmen HAVI eine landesweite Mehrweg-Verpackungslösung für seine rund 1.450 nationalen Restaurants entwickelt. Die Mehrwegverpackungen sind für einen Pfand-Betrag direkt im Restaurant erhältlich und können in allen deutschen McDonald’s Restaurants zurückgegeben werden. Auch der Wettbewerber Burger King hat ein Mehrwegsystem gestartet und sich dazu Recup als Partner gesucht. Wir sehen: Die Regulierungen zum Thema Mehrweg zeigen Wirkung.
Die Inflation beeinflusst Verpackungsgrößen – und den Verpackungsbedarf.

by Thomas Reiner
Inflation und gestiegene Lebenshaltungskosten führen bei Konsumenten zu schmaleren Budgets für den Einkauf im Supermarkt. Neben einer steigenden Nachfrage nach Eigenmarken des Handels hat die Entwicklung auch Folgen für die Verpackungsgrößen. Verbraucher entscheiden sich vermehrt entweder für kleinere Produktmengen, weil diese erstmal weniger kosten oder sie greifen gleich zur XXL-Packung in der Hoffnung, dass sie so günstiger wegkommen.
Edeka führt eigenes Mehrwegsystem für Take-Away ein..

by Thomas Reiner
Der EDEKA-Verbund ist einer der größten Lebensmittelhändler in Deutschland. Für seine Einzelhandelspartner führt das Unternehmen nun unter dem Label „regood“ ein eigenes Mehrwegsystem für den Außer-Haus-Verzehr ein. EDEKA antwortet damit auf die gesetzliche Pflicht zum Angebot von Mehrwegverpackungen für Take-away in Deutschland.
Nestlé stellt bei Quality Street auf recycelbare Papierverpackungen um.

Thomas Reiner
Nestlé führt für die Twist-wrapped Bonbons seiner Süßwarenmarke Quality Street FSC-zertifizierte Papierverpackungen ein. Durch die Umstellung sollen weltweit fast 2,5 Milliarden Stück der zuvor genutzten, doppelten Bonbonfolie aus der Lieferkette entfernt werden. Vor allem aber werden durch den Schritt alle Twist-Wrap-Verpackungen der Marke recyclingfähig.
Markt-Premiere für die erste biologisch abbaubare Wasserflasche

Thomas Reiner
Der Premium-Bio-Lebensmittelhändler Erewhon hat in Los Angeles die laut eigenen Angaben „weltweit erste vollständig biologisch abbaubare Wasserflasche“ eingeführt. Die vom US-Startup Cove entwickelte Flasche ist inklusive Verschluss vom TÜV Österreich als biologisch abbaubar zertifiziert. Sie besteht aus PHA, das über einen Fermentationsprozess aus organischen Reststoffen oder CO2 gewonnen wird.
Unverpackt: Aldi eröffnet „grünen“ Supermarkt mit Fokus auf Refill und Mehrweg.

Thomas Reiner
Der Discount-Riese Aldi hat in UK einen „grünen“ Supermarkt eröffnet, der die durchschnittlichen CO2-Emissionen eines typischen Supermarktes um zwei Drittel reduzieren soll. Im Fokus steht vor allem das Thema Unverpackt, das der Discounter über den Einsatz von Nachfüllstationen und entsprechenden Mehrwegverpackungen angeht. Auch wenn sie aktuell noch schwierig und nicht immer gänzlich erfolgreich sind, stehen Mehrweg und Refill für die Zukunft.
Coop setzt bei Eigenmarken auf einen Eco-Score.

Thomas Reiner
Die Schweizer Einzelhandelskette Coop kennzeichnet ihre Lebensmittel-Eigenmarken seit Ende 2022 mit einem Eco-Score. Der Score ist einfach zu erfassen und gibt auf einer Scala von A+ bis E- Auskunft über eine Reihe von Umweltfaktoren. Dabei schließt er auch die Verpackung mit ein. Transparenz in Bezug auf Nachhaltigkeit und Ökologie wird für Werbung und Marketing immer wichtiger.
Lidl testet „intelligente“ Nachfüllmaschinen mit „smarten“ Beuteln für Waschmittel.

Thomas Reiner
Nach Erfolgen mit seinem ersten Piloten weitet der Discounter Lidl seinen Test mit „intelligenten“ Nachfüllmaschinen für den POS in Großbritannien aus. In Kombination mit „smarten“ Beuteln können Kunden nun in zwei weiteren Filialen Refill-Waschmittel kaufen. Das Projekt ist ein weiterer Beleg dafür, wie Digitalisierung zum „Möglichmacher“ für Nachhaltigkeit wird.
P&G testet Papierflaschen für flüssigen Weichspüler.

Thomas Reiner
Der Konsumgütergigant Procter & Gamble testet für seine Sparte Fabric and Home Care eine papierbasierte Flasche für Flüssigweichspüler der Marke Lenor. Die Faserflaschen „der ersten Generation“ wurden gemeinsam mit The Paper Bottle Company (Paboco) entwickelt und werden mit der niederländischen Supermarktkette Albert Heijn getestet. Das Projekt ist ein klassisches Beispiel von Paperisation und Kreislaufwirtschaft.