Internet of Packaging: Biermarke Madrí Excepcional setzt auf QR-Code und startet Plattform

Thomas Reiner
Die Molson Coors Beverage Company ist eine der größten Brauereigruppen der Welt. Im Rahmen einer Kampagne für ihr „mediterranes Lagerbier“ Madrí Excepcional in UK wurden die Verpackungen nun mit QR-Codes ausgestattet, die zu einer speziellen „Conectada“-Plattform führen. Dort erwarten Konsumenten Mehrwerte. In den Covid-Jahren sind Lösungen aus dem Bereich Internet of Packaging (IoP) etwas aus dem Fokus geraten. Dabei liegen hier riesige Potenziale, um Konsumenten zu aktivieren und zu binden.
Coca-Cola liefert in UK an die Haustür – und holt das Leergut ab

Thomas Reiner
Zurück in die Zukunft: Cola-Cola Europacific Partners (CCEP) bietet in UK im Rahmen eines Versuchs die Lieferung von 1-Liter-Glasflaschen Coca-Cola Zero Sugar an die Haustür an – und nimmt dort bereitgestellte Leergut auch wieder mit. Es ist das alte Milchmann-Modell, das ein Revival erlebt. Es zeigt, wie intensiv die Suche nach Mehrweglösungen im FMCG-Bereich ist. Knackpunkte für das „Milchmann-Modell“ liegen auf Sicht in der Standardisierung der Flaschen und in der Rotationsgeschwindigkeit. Zu den möglichen Pluspunkten zählt neben dem Nachhaltigkeitsaspekt auch das Potential für Markenbindung und gesteigertem Umsatz.
Mehrweg im Aufwind: Das neue Rückgabesystem für Getränkeverpackungen der Slowakei erzielt im ersten Jahr Quoten von über 70%.

Thomas Reiner
Anfang 2022 wurde in der Slowakei ein Pfandsystem für PET-Einwegflaschen und Metalldosen eingeführt. Das System setzt auf Rückgabeautomaten von TOMRA und ein Einlagenrückgabesystem. Es soll die Anforderungen der EU-Richtlinie über Einwegkunststoffe erfüllen, höhere Rückgabe- und Recyclingquoten ermöglichen und das Littering-Problem angehen. Die vorab vorgeschriebene Rückgabequote für das Jahr 2022 erreichte 70 Prozent. Das Beispiel der Slowakei unterstreicht unsere Überzeugung, dass Mehrweg- und Rückgabesysteme weiter an Bedeutung gewinnen werden. Der Trend steht erst am Anfang.
McDonald’s und Burger King führen Mehrweg-Verpackungen ein.

Thomas Reiner
McDonald’s Deutschland hat gemeinsam mit dem Logistik- und Supply-Chain-Unternehmen HAVI eine landesweite Mehrweg-Verpackungslösung für seine rund 1.450 nationalen Restaurants entwickelt. Die Mehrwegverpackungen sind für einen Pfand-Betrag direkt im Restaurant erhältlich und können in allen deutschen McDonald’s Restaurants zurückgegeben werden. Auch der Wettbewerber Burger King hat ein Mehrwegsystem gestartet und sich dazu Recup als Partner gesucht. Wir sehen: Die Regulierungen zum Thema Mehrweg zeigen Wirkung.
Markt-Premiere für die erste biologisch abbaubare Wasserflasche

Thomas Reiner
Der Premium-Bio-Lebensmittelhändler Erewhon hat in Los Angeles die laut eigenen Angaben „weltweit erste vollständig biologisch abbaubare Wasserflasche“ eingeführt. Die vom US-Startup Cove entwickelte Flasche ist inklusive Verschluss vom TÜV Österreich als biologisch abbaubar zertifiziert. Sie besteht aus PHA, das über einen Fermentationsprozess aus organischen Reststoffen oder CO2 gewonnen wird.
Fokus Klima: Absolut Vodka setzt auf Glas aus einem wasserstoffbefeuerten Ofen

Thomas Reiner
Das Klimathema gewinnt insgesamt immer stärker an Bedeutung bei den Nachhaltigkeitsstrategien der Marken – und damit der gesamten Wertschöpfungskette. Auch Verpackungslieferanten sollten aktiv werden. Denn wer beim Erreichen von CO2-Zielen helfen kann, erhöht seine Chancen bei der Bindung bestehender Kunden und bei der Neukundenakquise.
Carlsbergs Papierflaschenversuch: Paperisation dominiert in mehr als einer Disziplin

Thomas Reiner
Carlsbergs neue Verpackung zahlt nicht nur auf den Klimaschutz ein, wo Glas gegenüber Papier zumindest im Einweg einen deutlichen CO2-Nachteil hat. Sie spielt auch ihre Kreislaufvorteile gegenüber Kunststoff aus. Paperisation dominiert aktuell in mehr als einer Liga. Und die Chancen für die Verpackungsindustrie sind gewaltig.
Pfand für Getränkeverpackungen im Aufwind: Ab 2023 startet auch Schottland

Thomas Reiner
Wer in Schottland Getränke herstellt, importiert, kauft oder verkauft, hat es ab August 2023 mit einem neu eingeführten Pfandsystem zu tun. Mit der Etablierung von Pfand für Getränkeverpackungen will das Land seinen Müll um ein Drittel reduzieren und die Klimaemissionen um 160.000 Tonnen CO2eq reduzieren. Pfand liegt im Trend. Bis 2030 werden alle Ländern in Richtung Mehrweg- bzw. Pfandsysteme gehen. Ursächlich dafür sind nicht geschlossene Kreisläufe, die für Aktivitäten bei den Regulierern sorgen.
Paperisation schreitet voran: Tequila in einer Papierflasche

Thomas Reiner
Das schwedische Spirituosen-Handelsunternehmen AliasSmith bringt als erster Anbieter Tequila in einer Kartonflasche auf den Markt. Die Papierflasche besteht aus 94 Prozent recyceltem Material und spart bei Produktion und Transport nach Unternehmensangaben erhebliche CO2-Emissionen sowie Energie und Wasser. Die Papierflasche ist ein spannender Fall von Paperisation. Für die Verpackungsindustrie eröffnen sich gewaltige Chancen.
Heineken führt Programm zur Dekarbonisierung von Verpackungslieferanten ein

Thomas Reiner
Der Brauereikonzern Heineken startet ein Programm zur beschleunigten Reduzierung des CO2-Fußabdrucks seiner 50 wichtigsten Lieferanten. Mit „Packaging the Future“ fordert das Unternehmen seine Partner in der Lieferkette auf, ein wissenschaftlich fundiertes Netto-Null-Ziel (SBTi) vorzulegen. Heineken zeigt als Big Player sehr deutlich, wohin die Reise geht. Auch wenn vorerst nur die großen Lieferanten im Fokus stehen: Es wird die gesamte Lieferkette treffen.