Mehrweg-Taschen für den E-Commerce im Trend: Die Fallbeispiele Tchibo und No-boxx

Thomas Reiner

Die französische Kosmetikmarke Respectueuse setzt für ihre Deodorant-Produktlinie auf die recycelbare EnviroStick-Verpackungen von Sonoco. Das dreiteilige Rohr aus recycelbaren Fasern bietet Push-up-Funktionalität und bedient den Trend zur Substitution von Kunststoff durch Papier. Paperization ist als Trend ungebrochen – und das Kosmetik-Segment bleibt weiterhin Vorreiter. Bei Respectueuse hat man darüber hinaus auf die Scope 3 – Emissionen geschaut. Spannend wird nun sein, ob Konsumentinnen und Konsumenten die neue Verpackung annehmen.

Mehr Papier, weniger Kunststoff und 1 Problem: Neue Verpackungen beim globalen Marktführer für Beeren

Thomas Reiner

Driscoll’s ist der globale Marktführer für frische Beeren. Im Zuge der Selbstverpflichtungen des Unternehmens im Umweltbereich wird nun die Verpackung umgestellt. Sie besteht in Zukunft zu 94 Prozent aus Papier. Für die transparente Oberfolie setzt man auf Polypropylen (PP). Obwohl die gesamte Verpackung recyclingfähig ist, gibt es ein Manko. Denn die Einsparung von 94 Prozent Kunststoff führt zu mehr Aufwand und größere Störquellen bei der Sortierung – was die praktische Recyclingquote stark in Frage stellt.

Polymer statt Aluminium: Aseptischer Kartonverbund von SIG für Milch aus Österreich

Thomas Reiner

Die Gmundner Molkerei setzt zukünftig als erstes Unternehmen in Österreich auf einen aluminiumfreien aseptischen Verbundkarton von SIG. Anstelle des Metalls übernimmt eine hauchdünne Polymerschicht die Barrierefunktion. Der Trend zum Ersatz von Aluminium in Verbunden setzt sich also fort. Die Barriere-Alternativen werden immer zahlreicher (und besser). Das zahlt sich mit Blick auf den CO2 und Klimafußabdruck aus. Bei der Recyclingfähigkeit müssen sich die alternativen Barrieren allerdings erst noch beweisen.

Coop setzt bei Eigenmarken auf einen Eco-Score.

Thomas Reiner

Die Schweizer Einzelhandelskette Coop kennzeichnet ihre Lebensmittel-Eigenmarken seit Ende 2022 mit einem Eco-Score. Der Score ist einfach zu erfassen und gibt auf einer Scala von A+ bis E- Auskunft über eine Reihe von Umweltfaktoren. Dabei schließt er auch die Verpackung mit ein. Transparenz in Bezug auf Nachhaltigkeit und Ökologie wird für Werbung und Marketing immer wichtiger.

Fokus Klima: Absolut Vodka setzt auf Glas aus einem wasserstoffbefeuerten Ofen

Thomas Reiner

Das Klimathema gewinnt insgesamt immer stärker an Bedeutung bei den Nachhaltigkeitsstrategien der Marken – und damit der gesamten Wertschöpfungskette. Auch Verpackungslieferanten sollten aktiv werden. Denn wer beim Erreichen von CO2-Zielen helfen kann, erhöht seine Chancen bei der Bindung bestehender Kunden und bei der Neukundenakquise.

Sainsbury’s stellt die Kaffeepads seiner Eigenmarke von Kunststoff auf Aluminium um

Thomas Reiner

Die Aktion von Sainsbury’s zeigt, wie groß die Schmerzen bei Kreisläufen sind, die nicht geschlossen sind. Vergessen sollte man aber nicht, dass Kunststoff aus CO2-Klimasicht eigentlich die bessere Wahl wäre. Wir müssen aufpassen, den Kreislauf nicht gegen das Klima auszuspielen. Im Endeffekt brauchen wir beides: Geschlossene Kreisläufe UND Klimaneutralität.

De-Paperization? Tesco-Trial entfernt Kartonverpackungen von Markenzahnpastatuben

Thomas Reiner

Tesco startet in UK einen Pilotversuch zur Reduzierung von Kartonabfällen. Verbraucher nehmen Sekundärverpackungen vermehrt als überflüssiges Ärgernis wahr. Zugleich sind sie ein logischer Angriffspunkt bei dem Bestreben von Handel und Marken, den Ressourcenaufwand und Klimaimpact ihrer Produkte zu senken.

Double Scores: Unilever führt neue Waschkapseln mit neuer Verpackung ein – und bedient damit gleichzeitig Kreislauf und Klima

Thomas Reiner

Unilever bringt für seine Marke Persil neue Waschkapseln auf den Markt, die nach eigenen Angaben eine vollständig biologisch abbaubare Membran nutzen und zu 25 Prozent aus erneuerbaren Materialien bestehen. Neben der Produkt- wurde auch die Gesamtverpackung neu gestaltet. Sie verzichtet auf den Einsatz von Kunststoff und besteht vollständig aus Karton, dessen Fasern zur Hälfte aus dem Altpapierkreislauf stammen und zur Hälfte aus FSC-zertifiziertem Neumaterial. Der Ansatz von Unilever ist lobenswert.

Paperisation schreitet voran: Tequila in einer Papierflasche

Thomas Reiner

Das schwedische Spirituosen-Handelsunternehmen AliasSmith bringt als erster Anbieter Tequila in einer Kartonflasche auf den Markt. Die Papierflasche besteht aus 94 Prozent recyceltem Material und spart bei Produktion und Transport nach Unternehmensangaben erhebliche CO2-Emissionen sowie Energie und Wasser. Die Papierflasche ist ein spannender Fall von Paperisation. Für die Verpackungsindustrie eröffnen sich gewaltige Chancen.

Heineken führt Programm zur Dekarbonisierung von Verpackungslieferanten ein

Thomas Reiner

Der Brauereikonzern Heineken startet ein Programm zur beschleunigten Reduzierung des CO2-Fußabdrucks seiner 50 wichtigsten Lieferanten. Mit „Packaging the Future“ fordert das Unternehmen seine Partner in der Lieferkette auf, ein wissenschaftlich fundiertes Netto-Null-Ziel (SBTi) vorzulegen. Heineken zeigt als Big Player sehr deutlich, wohin die Reise geht. Auch wenn vorerst nur die großen Lieferanten im Fokus stehen: Es wird die gesamte Lieferkette treffen.