Getränkeverpackungen sind Hauptquelle für Mikroplastik in unserem Körper – Die Industrie muss proaktiv Lösungen suchen

Getränkeverpackungen sind Hauptquelle für Mikroplastik in unserem Körper:

Die Industrie muss proaktiv Lösungen suchen

Thomas Reiner | 28.01.2020

Nach der Diskussion über das Vorkommen von Mikroplastik im Ökosystem zeichnet sich ein nächstes, schlagzeilenträchtiges Thema ab: Mikroplastik im menschlichen Körper. Noch wird das konkrete Ausmaß der Risiken und Gefahren für unsere Gesundheit erforscht. Im Fokus stehen die Auslaugung von Kunststoffzusatzstoffen, die in den Partikeln enthalten sein können, sowie schädliche Mikroben.

Eines ist jedoch schon jetzt klar: Wer im Zentrum der Diskussionen stehen wird. Es ist die Getränkeverpackung aus Kunststoff. Denn sie ist die größte bisher detektierte Quelle von Mikroplastikpartikeln in unserem Körper.

Aktuelle Forschungen gehen davon aus, dass jeder Mensch pro Jahr mindestens 74.000 – 121.000 Mikroplastikpartikel über Getränke, Essen und die Luft aufnimmt. Das Flaschenwasser enthält auf der Basis von vier Studien durchschnittlich gut 94 Mikropartikel pro Liter. Auf dem zweiten Platz folgt Bier mit rund 32 Partikeln. Erst danach folgen Luft mit rund 10 und Leitungswasser mit rund 4 Mikropartikeln pro Liter.

Als Industrie bleibt uns nur ein Ausweg: Wir müssen proaktiv nach Lösungen suchen. Und wir müssen sofort damit anfangen. Denn das Thema hat ein gewaltiges, negatives Potential. Gelangt es erst einmal an die breitere Öffentlichkeit und in die Social Media, wird es nicht mehr steuerbar sein.

Aber wie fängt man das an? Auf jeden Fall mit einem konsequenten Issue Management. Und mit den richtigen Partnern.

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