Evian führt erstes kohlensäurehaltiges Wasser ein… in einer Dose

Bildquelle: Karim Ghantous | Unsplash

Evian führt erstes kohlensäurehaltiges Wasser ein… in einer Dose

Thomas Reiner | 03.02.2022

Der Lebensmittelgigant Danone bietet seit diesem Jahr erstmals ein kohlensäurehaltiges Evian-Mineralwasser an – und setzt dabei auch auf eine recycelbare Aluminiumdose. Die renommierte Marke geht damit einen innovativen Schritt in Bezug auf die Sortiment-Differenzierung (mit der Verpackung als Innovations-Verstärker) und will so auch neue Märkte erschließen. Gleichzeitig treibt Evian mit der neuen Getränkepackung seine Kreislaufdenke voran. Der Klimaaspekt könnte jedoch zum Knackpunkt werden.


 

Bislang gab es natürliches Mineralwasser von Evian nur in der stillen Variante. Seit diesem Jahr bietet die Marke nun erstmals auch kohlensäurehaltiges Mineralwasser an. Der Launch wird zur doppelten Premiere, weil Danone sein neues Produkt auch in einer innovativen Verpackung anbietet.

 

Aluminium oder rPET

Das neue Wasser wird im Laufe des Jahres 2022 in zahlreichen Supermärkten erhältlich sein. Den Anfang machen Tesco-Märkte in UK. Hier können Konsumentinnen und Konsumenten zwischen zwei Packungsvarianten wählen. Neben der recycelbaren 33-cl-Aluminiumdose als echte Premiere für Sprudelwasser am POS steht das Produkt auch in 1-Liter-Flaschen aus 100 Prozent recyceltem PET (ohne Verschluss und Etikett) zur Verfügung.

 

Evian+ als Vorläufer

Bereits im Frühsommer des vergangenen Jahres hatte Evian mit „Evian+“ eine innovative, neue Produktreihe in den USA auf den Markt gebracht. Für das aromatisierte und ebenfalls kohlensäurehaltige Funktionsgetränk hatte die Marke ebenfalls auf eine wiederverwertbare Aluminiumdose gesetzt.

 

Marketing, Kreislaufwirtschaft – und ein Fragezeichen

Es ist clever, dass Evian für seine Produktinnovation auch auf eine für das Segment innovative Verpackung setzt. Die neue Kombination eignet sich hervorragend zur Sortiments-Differenzierung und zur Erschließung neuer Märkte.

Das neue „Dream-Team“ steht gleichzeitig auch für die weitere Etablierung und Differenzierung des Kreislauf-Denkens. Der Schritt von Evian zeigt, dass bei der Substitution von Virgin-Kunststoff nicht nur rPET und Papier, sondern auch Metall in Frage kommt.

Ein Fragezeichen bleibt jedoch – und zwar in Bezug auf die Klimabilanz. Denn hier steht Aluminium mit seinem ihm nachgesagten, hohen CO2-Fußabdruck in der Kritik.

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