Erschreckende Studie zeigt: An der Kreislaufwirtschaft führt kein Weg vorbei!

 

 

Erschreckende Studie zeigt: An der Kreislaufwirtschaft führt kein Weg vorbei!

Thomas Reiner | 30.10.2020

Bis 2040 wird sich die Menge an Plastikmüll, die jedes Jahr in die Ozeane fließt, auf 29 Mio. Tonnen mehr als verdoppeln, zeigt eine Prognose einer Studie von Pew Charitable Trusts & SYSTEMIQ. Selbst wenn sich Industrie & Politik an ihre bisher gemachten Zusagen halten, wird sich daran fast nichts ändern. Die einzig wirksame Lösung ist eine tiefgreifende Systemumstellung. Circular Economy ist alternativlos.


 

Bis 2040 wird sich die Menge an Plastikmüll, die jedes Jahr in die Ozeane fließt, auf 29 Millionen Tonnen mehr als verdoppeln. Das ist die erschreckende Prognose einer Untersuchung von Pew Charitable Trusts und SYSTEMIQ. Selbst wenn sich Industrie und Politik an ihre bisher gemachten Zusagen halten, wird sich daran fast nichts ändern. Noch ist es nicht zu spät für eine Kehrtwende. Aber die Uhr tickt gegen uns. Was die Studie zudem erneut klarmacht: Die einzig wirksame Lösung ist eine tiefgreifende Systemumstellung. Die Kreislaufwirtschaft ist alternativlos.

Bleibt alles, wie es derzeit ist, wird die Menge an Plastikmüll in den Ozeanen bis 2040 von derzeit rund 150 Millionen Tonnen auf 600 Millionen Tonnen ansteigen. Selbst wenn alle bisher gemachten Zusagen zur Eindämmung des Leakage eingehalten werden, wird sich der jährliche Zufluss nur um einen winzigen Bruchteil reduzieren.

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts, das von Pew Charitable Trusts und dem in London ansässigen Umwelt-Think Tank SYSTEMIQ, Ltd. durchgeführt wurde, sind erschreckend. Der Ausblick ernüchtert umso mehr, als die weltweite Kunststoffproduktion bis 2030 um prognostizierte 40 Prozent steigen wird und jährlich Hunderte Milliarden Dollar in neue Produktionsanlagen für Virgin-Kunststoff gesteckt werden. Keine Spur von Kehrtwende also. Eher eine Festschreibung des Status Quo.

Dabei zeigt die Studie auch eine (einzige!) Lösung auf. Sie erfordert allerdings eine umfassende Systemumgestaltung der globalen Kunststoffindustrie. Das Ziel: Konsequente Kreislaufwirtschaft, in der Kunststoffabfall eingesammelt, recycelt und wiederverwertet wird. Schon die die konsequente Anwendung bestehender Methoden und Technologien könnte den jährlichen Zufluss von Plastikmüll in die Ozeane um 83 Prozent reduzieren. Weitere Innovationen kämen on top.

Klar ist aber leider auch, dass Technologie und Innovation nicht der Knackpunkt sind. Der Knackpunkt ist die Konsequenz, die für eine wirklich durchschlagende Systemumstellung nötig wäre. Die Uhr tickt gegen uns. Es gibt keine Alternative zur Kreislaufwirtschaft. Und wir brauchen den Systemwandel jetzt!

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