Der größte Pain Point der Verpackungsbranche beim Thema Circular Economy: Unsicherheit zu gesetzlichen Regulierungen

Bildquelle: Bill Oxford

 

Der größte Pain Point der Verpackungsbranche beim Thema Circular Economy: Unsicherheit zu gesetzlichen Regulierungen

Thomas Reiner | 23.11.2020

Eine neue Studie der B+P Consultants identifiziert den größten Circular Economy Pain Point der Branche als die Unsicherheit zu gesetzlichen Regulierungen. Solange Kreisläufe nicht geschlossen werden, wird der steigende Druck durch Sachzwänge und öffentlicher Meinung dafür sorgen, dass die Regulierungen immer schneller, härter und unkoordinierter erfolgen.

 


 

Eine im Oktober 2020 von B+P Consultants durchgeführte Befragung von 270 Führungskräften der Verpackungsindustrie identifiziert den größten Pain Point der Verpackungsindustrie beim Thema Kreislaufwirtschaft: Es ist der Flickenteppich gesetzlicher Regulierungen und die daraus resultierende Unsicherheit. Die Schmerzen sind nicht nur bei der Materialfraktion Kunststoff groß. Auch die anderen Materialfraktionen leiden. Solange die Industrie keine einheitliche und konsolidierte Position einnimmt, wird der Schmerz nicht nachlassen, im Gegenteil. Dabei sind klare Regelungen dringend notwendig.

Die von B+P Consultants durchgeführte Befragung zeigt deutlich, wie groß das Unbehagen durch die unkoordinierten und jeweils national unterschiedlichen gesetzlichen Regulierungen in Bezug auf die Kreislaufwirtschaft tatsächlich ist – und zwar unabhängig vom verwendeten Material.

  • 76 Prozent der Hersteller von Kunststoffverpackungen bezeichnen die Unsicherheit durch die disparaten Regulierungen als ihren größten Pain Point in Bezug auf die Kreislaufwirtschaft.
  • Materialübergreifend sind es immerhin noch 63 Prozent. Der Flickenteppich unterschiedlicher Regulierungen ist also für eine klare Mehrheit der Verpackungshersteller der zentrale Knackpunkt.

Fakt ist: Wir brauchen dringend klare Regelungen. Fakt ist aber leider auch: Besserung ist nicht in Sicht. Denn noch immer verfügt die Industrie über keine einheitliche und konsolidierte Stellung. Solange aber jeder nur für sich und sein Einzelinteresse spricht, wird die globale „Willkür“ bei den Regulierungen nicht nur weitergehen, sondern sie wird sich weiter verschlimmern. Der steigende Druck durch Sachzwänge und öffentlicher Meinung wird dafür sorgen, dass die Regulierungen immer schneller, härter und unkoordinierter erfolgen. Ein Ende mit Schmerzen ist aktuell nicht absehbar, dafür Schmerzen ohne Ende.

 

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