Coronavirus: Ocean Littering & Nachhaltigkeit werden langfristig nicht von der Agenda verschwinden – im Gegenteil

Quelle: Ferdi Rizkiyanto

 

Coronavirus: Ocean Littering & Nachhaltigkeit werden langfristig nicht von der Agenda verschwinden – im Gegenteil

Thomas Reiner | 09.04.2020

Aus den Augen, aus dem Sinn? Die Sorgen um die SARS-CoV-2-Pandemie verdrängt im Moment alle anderen Themen und Sorgen. Selbst Ocean Littering, Nachhaltigkeit und Plastic Waste mussten ihren fest abonnierten Platz in den Schlagzeilen für den Moment abtreten. Der Suchbegriff „Plastic Waste“ ist im März bei Google auf den tiefsten Stand in Jahren gefallen.

Für die Industrie ist das eine Chance, Charakter zu zeigen und das Thema proaktiv voranzutreiben. Vielleicht bringen uns Home-Office und ausgefallene Reisen ein Mehr an Zeit, um diese Themen weiterzudenken, Projekte zu starten oder zu Ende zu bringen.

Zentral bleibt für Kunststoff sicherlich das Schließen der Kreisläufe. Dabei kommt es darauf an, die Kreisläufe nicht nur rhetorisch zu schließen, sondern tatsächlich. Eine Verpackung, die zu 80 Prozent recycelbar ist, hat letztlich noch 20 Prozent ihres Weges vor sich. Theoretische Rezyklierbarkeit ist keine Lösung.

Wir sollten den aktuellen Moment nutzen. Denn lassen wir uns nicht täuschen: Die Themen haben sich nicht erledigt. Sie werden uns im Gegenteil schon sehr bald wieder einholen – und dann vermutlich mit noch größerer Wucht, als zuvor.

Denn die aktuelle Krise verstärkt die Sorgen, Bedenken und Präferenzen der Konsumenten zu Themen wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Tierwohl, Natürlichkeit oder Gesundheit. Und auch bei den Regulierungen gibt es keinen Covid19-Stopp.

Selber treiben, statt getrieben zu werden. Jetzt ist die Gelegenheit.

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