Coronavirus: Drehen wir das Rad zurück? Einweg-Kunststoff ist plötzlich wieder gefragt

 

 

Drehen wir das Rad zurück?

Einweg-Kunststoff ist plötzlich wieder gefragt

Thomas Reiner | 01.04.2020

Starbucks nimmt angesichts der SARS-CoV-2-Pandemie Mehrwegbecher aus dem Sortiment und stellt erstmal wieder auf Einweg um. Gleichzeitig setzen weltweit Restaurants auf Einweg-to-go-Verpackungen, um außer Haus versorgen zu können.

Das Thema Nachhaltigkeit rückt in der aktuellen Krise in den Hintergrund. Sorgen um Hygiene und Versorgungssicherheit dominieren das Bewusstsein der Menschen und es wird deutlich, wie zentral die Rolle der Verpackung dabei ist.

Ironischerweise erstrahlen gerade Kunststoff und Einweg, die gestern noch zur dunklen Seite der Macht gezählt wurden, in neuem Licht. Die Nachfrage steigt sprunghaft.

Als Industrie müssen wir nun agil genug sein, um diesen Bedarf zu decken. Als Gesellschaft müssen wir lernen, das Thema Nachhaltigkeit ganzheitlicher zu sehen. Wir müssen Nachhaltigkeit in einen breiteren Kontext stellen, der ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ansprüchen genügt.

Es geht dabei nicht um Revisionismus. Das Rad zurückzudrehen, wäre sicherlich der genau falsche Ansatz. Aber auch die blinde Anbetung der Kreislaufwirtschaft greift zu kurz. Gesundheit und Hygiene, Schutz und Versorgungssicherheit sind integrale Bestandteile von Nachhaltigkeit.

Wir lieben den Austausch

Ich freue mich von Ihnen zu hören

14 + 4 =