30 % aller globalen Umsätze durch Plattformen bis 2025

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30 % aller globalen Umsätze durch Plattformen bis 2025

Thomas Reiner | 14.01.2020

Alibaba, Amazon, Facebook, Uber, Airbnb gehören zu den erfolgreichsten Unternehmen des digitalen Zeitalters. Ihre Gemeinsamkeit: Das Geschäftsmodell der Plattform. Als Plattform verbinden sie Produzenten und Konsumenten, ermöglichen Interaktion, Wertschöpfung und Austausch von Werten.

Diese Plattformen sind erfolgreich, weil sie durch vernetzte Services ein Ökosystem schaffen, dass die Befriedigung einer Vielzahl ganz unterschiedlicher Bedürfnisse ermöglicht und alles in einem einzigen, integrierten Erlebnis zusammenführt.

Ökosysteme für Konsumenten entspringen zurzeit vorwiegend in den Bereichen Reise, Gesundheit oder Haushalt. B2B-Ökosysteme entstehen dagegen vorwiegend rund um dezidierte Entscheider, beispielweise Verantwortliche für Marketing & Sales, Operations, Procurement oder Finance Professionals.

Prognosen von McKinsey gehen davon aus, dass bis 2025 zwölf spezifische, massive Ökosysteme entstehen werden, die sich um die Befriedigung grundlegender menschlicher und organisatorischer Bedürfnisse kümmern. Diese zwölf Ökosysteme sollen dann für 60 Billionen Dollar Umsatz stehen. Das wäre ein Marktanteil von 30 Prozent der globalen getätigten Umsätze.

Die jeweilige Ausgestaltung und Zusammensetzung dieser Ökosysteme wird sich aufgrund von Regulation sowie den jeweiligen Vorlieben der Konsumenten je nach Region und Markt unterscheiden. Eines aber ist klar: Die Entwicklung wird vor dem Verpackungsmarkt nicht Halt machen. Im Gegenteil, denn er bietet beste Voraussetzungen.

Drei Charakteristika stechen dabei hervor:

  • Der Verpackungsmarkt ist in hohem Maße intransparent.
  • Der Verpackungsmarkt ist auf Angebots- und Nachfrageseite sehr fragmentiert und komplex.
  • Der Verpackungsmarkt ist sehr kapitalintensiv. Hohe Investitionen beispielsweise für Produktionsstätten steht die Gefahr zu geringer Auslastung gegenüber.

Wie agiert man als Unternehmen des Verpackungsmarktes angesichts dieser Umwälzungen? Am besten mutig, entschlossen und kreativ. Wegducken ist keine Lösung. Nach vorne schauen schon.

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Kunststoffverpackungen in der Umwelt: Es sind noch mehr als angenommen.

Kunststoffverpackungen in der Umwelt:

Es sind noch mehr als angenommen.

Thomas Reiner | 08.01.2020

Bisher war man bei der Ellen MacArthur Foundation davon ausgegangen, dass durch unsachgemäße Entsorgung weltweit jedes Jahr rund 25 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen unbeabsichtigt in unser Ökosystem gelangen.

Einer aktuellen Studie von Conversio zufolge ist dieser Eintrag jedoch noch bedeutend höher und beläuft sich auf 41 Millionen Tonnen.

Es wird nicht die letzte Zahl dieser Art sein und nicht die letzte, katastrophale Nachricht zu diesem Thema bleiben. Die Diskussionen und Schuldzuschreibungen werden nicht abreißen, bis das zugrundeliegende Problem gelöst ist.

Lösen können wir das Problem aber nur, wenn wir konsequent und im Team nach Wegen suchen. Es geht nur gemeinsam, in einer starken Kooperation von Akteuren aus der gesamten Wertschöpfungskette. Den größten Erfolg versprechen dabei pragmatische Projekte, die klein, kompakt, zielgerichtet und schlagfähig sind. Doch davon ist bisher kaum etwas zu sehen.

Dabei ist so viel möglich…

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Aldi zieht Zwischenbilanz bei Nachhaltigkeit. Da muss mehr kommen!

Quelle: ©ALDI SÜD

Aldi zieht Zwischenbilanz bei Nachhaltigkeit

Da muss mehr kommen!

Thomas Reiner | 17.12.2019

Vor einem Jahr verabschiedeten Aldi Nord und Aldi Süd eine gemeinsame Verpackungsstrategie mit konkreten Nachhaltigkeitszielen und Maßnahmen. Zu den Kernpunkten der Strategie gehören die Reduzierung des Verpackungsaufwands und des Kunststoffeinsatzes. Nun haben die Discount-Riesen Zwischenbilanz gezogen.

Im Vergleich zu 2015 haben Aldi Nord und Aldi Süd, die zusammen die umsatzstärkste Einzelhandelsgruppe in Deutschland bilden, über 40.000 Tonnen Verpackung eingespart. Darunter 22.000 Tonnen Kunststoff. Das entspricht etwa 8 Million der im Dualen System des Landes zur Sammlung verwendeten „Gelben Säcke“. Der Verzicht auf Plastikfolien bei Salatgurken trug 120 Tonnen zur Ersparnis bei.

Die nackten Zahlen hören sich erst einmal gut an. Sie relativieren sich jedoch schnell, wenn man sie in Relation zu den selbstgesteckten Zielen Aldis bringt:

  • Bis 2025 soll das Verpackungsgewicht der Eigenmarken relativ zum Umsatz und im Vergleich zum Basisjahr 2015 um 30 Prozent sinken.
  • Die Eigenmarken machen bei Aldi etwa 88 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Das entspricht rund 820.000 – 1 Million Tonnen Verpackung jährlich.
  • An der erzielten Reduzierung des Verpackungsmaterials von 40.000 Tonnen sind die Eigenmarken jedoch lediglich mit etwa 15.000 Tonnen beteiligt.
  • Diese 15.000 Tonnen entsprechen nur etwa 1,5 bis 1,8 Prozent des Verpackungsaufwands der Eigenmarken. Den Bärenanteil stemmten die Markenprodukte, bei denen 13 bis 21 Prozent Verpackung eingespart wurden.

Von dem selbstgesteckten Ziel, das Verpackungsgewicht der Eigenmarken bis 2025 um 30 Prozent zu reduzieren, ist Aldi also noch sehr weit entfernt.

Es wird spannend sein, zu sehen, wie Aldi diese große Lücke schließen will. Klar ist nur, dass der Discounter seinen Anstrengungen deutlich erhöhen muss, wenn er seine Ziele erreichen will.

Grundsätzlich muss der Handel erst noch beweisen müssen, dass er nicht nur Forderungen stellen, sondern diesen auch selber folgen kann. Die Markenartikler agieren da bisher mit deutlichem Vorsprung.

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Sogar im Kosmetikbereich ersetzt Papier Kunststoff. Beispiel Catrice

Quelle: Catrice

Sogar im Kosmetikbereich ersetzt Papier Kunststoff. 

Beispiel Catrice

Thomas Reiner | 13.12.2019

Solange es der Kunststoffindustrie nicht gelingt, ihre Kreisläufe zu schließen, werden Konsumenten die Antwort auf Nachhaltigkeitsansprüche weiterhin vermehrt in Papier und Karton sehen.

Die Substitution von Kunststoff durch Papier setzt sich im Kosmetikbereich fort. So hat der Kosmetik-Markenartikler Cosnova unter seiner Marke Catrice einen Papier-Lippenstift eingeführt.

Der Catrice-Lippenstift wurde im Zeitraum September bis November 2019 im Rahmen der Sonderaktion „Pure Simplicity“ angeboten. Die Kosmetikprodukte von „Pure Simplicity“ zeichnen sich dadurch aus, dass sie frei von Tierversuchen und Zusatzstoffen ist.

Dass Cosnova die Papier-Verpackung als Botschafter dieser besonders ethischen und natürlich-biologischen Produktlinie wählte, war clever – und folgerichtig.

Der Catrice-Lippenstift aus Papier stellt im Kosmetikbereich ein relatives Novum dar. Er findet entsprechende Beachtung und kommt gerade beim jungen Zielpublikum hervorragend an. Das Nachhaltigkeitsversprechen der Papierverpackung fügt sich perfekt zum Wunsch der Zielgruppe nach ethisch sauberen Standards und Bio-Produkten.

Der Erfolg des Papier-Lippenstifts zeigt deutlich, wie groß der Nachhaltigkeitsvorsprung von Papier momentan zu sein scheint. Das liegt vor allem daran, dass Papier im Gegensatz zu Kunststoff funktionierende Kreisläufe vorzeigen kann.

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