Circular Economy. Der Drogeriekonzern dm klärt Kunden zum Thema Recycling auf.

Quelle: dm

Der Drogeriekonzern dm klärt Kunden zum Thema Recycling auf.

Thomas Reiner | 30.08.2019

Korrekte Mülltrennung seitens der Konsumenten ist eine wichtige Voraussetzung für Recycling und Kreislaufwirtschaft. Um dafür die Basis zu schaffen, geht die Drogeriekette dm jetzt neue Wege und leistet Aufklärungsarbeit – mit der Kampagne „Gemeinsam Werte schaffen“.

Kennzeichen der Kampagne ist ein neues Logo, das an das Unendlichkeitszeichen angelehnt ist. Die Idee der Kampagne: Damit ein Kreislauf geschlossen werden kann, ist das Zusammenspiel von Design, Produkt- und Verpackungsherstellern, Händlern, Kunden, Entsorgern und Recyclingunternehmen unabdingbar. Eine entscheidende Rolle spielt dabei eine richtige Mülltrennung. Denn je besser die Stoffe voneinander getrennt sind, desto besser können sie recycelt werden.

Über Online-Banner, eine Kampagnenwebseite, Anzeigen im eigenen Kundenmagazin und eine aktive Bewerbung am POS will dm-drogerie markt seine Botschaft vermitteln. Besondere Regalkennzeichnungen informieren zudem bei ausgesuchten Produkten über den Recyclinganteil der Verpackung.

Rezyklat-Forum
Die Drogeriekette führt die Kampagne im Rahmen des „Rezyklat-Forums“ durch, das dm im September 2018 gegründet hat und an dem sich auch einige Wettbewerber wie Rossmann und Globus beteiligen. Der Seifenhersteller Dr. Bronner’s hat sogar ein eigenes Lernprogramm für Kinder aufgelegt.

Nach Unternehmensangaben hat das Rezyklat-Forum aktuell 30 Mitglieder, zu denen Beiersdorf, BellandVision, Henkel, Hipp, Interseroh, L’Oréal, Merz Pharma, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden- Württemberg, Procter & Gamble, Reckitt Benckiser, Veolia, Vöslauer und Weleda gehören.

Das von dm initiierte Rezyklat-Forum ist vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) und dem RENN Netzwerk (Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien) jüngst als „Projekt-Nachhaltigkeit 2019“ ausgezeichnet worden.

Wir unterstützen Sie gerne dabei, Ihr Unternehmen, ihre Prozesse, ihre Kommunikation und ihre Verpackungen fit für die Kreislaufwirtschaft zu machen. Nachhaltigkeit ist Teil unserer DNA. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

https://www.dm.de/unternehmen/engagement/nachhaltigkeit/gemeinsam-werte-schaffen/

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Circular Economy Initiative Deutschland

Circular Economy Initiative Deutschland

Thomas Reiner | 20.08.2019

Das Konzept der Kreislaufwirtschaft zielt darauf ab, menschliches Wohlergehen und wirtschaftliche Entwicklung von Umweltschäden zu entkoppeln. Bei der jüngst ins Leben gerufenen „Circular Economy Initiative Deutschland“ wird die Verpackung zur tragenden Säule.

Das Konzept der Kreislaufwirtschaft hat in den letzten Jahren zunehmend an Dynamik und Momentum gewonnen. Es geht dabei um den Weg, wie wir als Gesellschaft produzieren und konsumieren. Der geforderte und benötige Wandel ist grundlegend: Weg von der sogenannten Wegwerfgesellschaft und hin zu praktikablen, regenerativen Systemen, die es uns erlauben, mit weniger Ressourcen auszukommen, weniger Müll entstehen zu lassen und die Klimaemissionen radikal zu reduzieren.

Auf dem Weg zu einer zirkulären Wirtschaft hat sich Deutschland bisher nicht mit einer grundlegenden und umfassenden Strategie hervorgetan – obwohl das Land die Debatte um das Thema Kreislaufwirtschaft seit Anfang der 90er Jahre auf internationaler Ebene geschärft und geprägt hat.

Die Circular Economy Initiative Deutschland möchte nun einen wissenschaftsbasierten Diskurs über die Potentiale der Kreislaufwirtschaft in Deutschland anstoßen und fördern. Außerdem soll eine Roadmap erarbeitet werden, an deren Erarbeitung Wirtschaft, Wissenschaft und andere gesellschaftliche Stakeholder eingebunden werden.

Die Roadmap soll eine gemeinsame Zielsetzung und einen konkreten Plan bieten, wie die Transformation zu einer Kreislaufwirtschaft in Deutschland gefördert werden und gelingen kann. Auch sollen praktische Anwendungen angestoßen werden, beispielsweise in Form von kollaborativen Projekten. Die Roadmap soll darüber hinaus der Politik als Wegweiser und Ratgeber für konkrete Maßnahmen und Zielvorgaben dienen.

Ein wichtiger Themenkomplex, der in den kommenden zwei Jahren in Arbeitsgruppen vorangetrieben werden soll, ist ein neues Wertschöpfungsnetz für Verpackungen.

Link
https://www.circular-economy-initiative.de/

 

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Circular Economy. Bio-Kunststoff: Sealed Air und Kuraray investieren in neue Produktionskapazitäten

Quelle: Plantic

Bio-Kunststoff:

Sealed Air und Kuraray investieren in neue Produktionskapazitäten

Thomas Reiner | 12.08.2019

Nachhaltige Verpackungslösungen sind gefragter denn je. Aber bedeutet das auch eine neue Chance für Bioplastics? In den vergangenen Jahren war es ruhig geworden um Bio-Kunststoffe, zumal die niedrigen Erdölpreise keinen fairen Wettbewerb erlaubten. Plötzlich aber gibt es wieder erste Investitionen – und dies interessanterweise in den USA.

  • So spricht die Sealed Air Corporation von einer gestiegenen Nachfrage im Bereich nachhaltiger Lebensmittelverpackungen. Um diese Nachfragen bedienen zu können, investiert das Unternehmen in die Erweiterung von Produktionskapazitäten seines Werks in Simpsonville.
  • In Simpsonville sollen nachhaltige Materialien auf der Basis von „Plantic™ plant-based resin“ und Post-Consumer-Kunststoff produziert werden. Der Start der erweiterten Produktion ist für das zweite Quartal 2020 geplant. Sealed Air tätigt dafür ein Investment von 24 Millionen Dollar.
  • Partner Kuraray steuert weitere 15 Millionen Dollar bei, die das Unternehmen unter anderem in die Installation einer Produktion für „plant-based high barrier resin“ einsetzt. Hier soll die Produktion im Frühjahr 2020 beginnen.

Sealed Air und Kuraray hatten im Juni 2018 eine Vereinbarung abgeschlossen, Plantic™-Material für verderbliche Lebensmittel wie Geflügel, Rindfleisch und Meeresfrüchte in den USA, Kanada und Mexico anzubieten.

 

Links

www.sealedair.com

www.kuraray.us.com

Digital Transformation. Internet of Packaging: Seafood-Produzent bietet Konsumenten 100% Transparenz.

Internet of Packaging:

Seafood-Produzent bietet Konsumenten 100% Transparenz.

Thomas Reiner | 08.08.2019

Der weltweit größte Lachs-Farmer MOWI aus Norwegen versucht sich über eine Partnerschaft mit der Plattform EVRYTHNG an der totalen Transparenz gegenüber Konsumenten. Das Projekt “Lachs mit 100% Transparenz” ist ein Beispiel für die Möglichkeiten des Internet of Packaging (IoP), das die „eine durchsuchbare Quelle von Wahrheit“ erst möglich macht.

Die „erste End-to-End-Plattform für die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln in der Sea-Food-Industrie“ startet MOWI mit Hilfe seines Partners EVRYTHNG. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als markführende Internet-of-things- und Software-as-a-service-Plattform für Consumer Products.

Für Mowis “Lachs mit 100% Transparenz” wird EVRYTHNG Daten der verschiedenen Produktions- und Supply-Chain-Systeme sammeln und harmonisieren. Sie bilden den gesamten Lebenszyklus des Fisches ab. Zu den Daten gehören beispielsweise:

  • Wann der Lachs geschlüpft ist.
  • In welcher Frischwasserstation der Lachs heranwuchs.
  • Welches Futter er bekommen hat.
  • Wann und wo er geerntet wurde.
  • Welches Alter, welche Größe und welches Gewicht der Lachs hatte.
  • Wie er zur Verarbeitung weiter transportiert wurde.

Die Daten werden nach Chargen gruppiert, was eine detailreiche Rückverfolgung durch die gesamte Wertschöpfungskette und entsprechende Qualitätskontrollen möglich macht.

Konsumenten können die Informationen über das Scannen eines QR-Codes auf der Lachsverpackung abrufen.

Für MOWI bringt das System wertvolle Consumer-Insights. Das Unternehmen erfährt über die anonymisierten Abrufinformationen, die EVRYTHNG bereitstellt, wie viele Konsumenten sich wann für welche Aspekte interessieren.

Das so erworbene Wissen über das Verhalten und Bedürfnisse der Kunden kann das Unternehmen in seine zukünftigen Marketingprogramme einfließen lassen. Darüber hinaus soll die Maßnahme das Verbrauchervertrauen in MOWI stärken und nicht zuletzt auf das Image der Marke einzahlen.

Video auf EVERYTHING: Case Study: MOWI Seafood Transparency