Wir müssen den PCR-Einsatz drastisch steigern! Coca-Cola ist auf dem richtigen Weg.

Quelle: The Coca-Cola Company

 

Wir müssen den PCR-Einsatz drastisch steigern! 

Coca-Cola ist auf dem richtigen Weg.

Thomas Reiner | 03.02.2020

Coca-Cola ersetzt seine konventionellen PET-Flaschen in Schweden durch Flaschen aus 100 Prozent recyceltem PET. Damit spart man nach Unternehmensangaben 3.500 Tonnen Virgin Plastic pro Jahr ein. Die CO2-Emissionen der Geschäftstätigkeit in Schweden sinken durch die Umstellung um 25 Prozent.

Für das Coca-Cola ist die Maßnahme in Schweden nur ein erster Schritt. Bis zum Jahr 2023 will man in ganz Westeuropa die Quote von 50 Prozent Recyclingmaterial bei Getränkeflaschen erreichen.

Es wird interessant sein, zu sehen, wie Coca-Cola dieses Ziel in den großen Märkten Westeuropas umsetzt. Immerhin stellt Schweden mit seinen rund 10 Millionen Einwohnern nur etwa 2 Prozent der Bevölkerung in der EU. Und entscheidend ist die Abdeckung der Hauptmärkte.

Wie auch immer: Coca-Cola beschreitet den richtigen Weg, gerade als – laut Greenpeace – „größter Erzeuger von Plastikmüll weltweit“. Denn es ist nicht damit getan, für eine Verpackung zu sorgen, die sich gut recyceln lässt. Sinn macht diese Maßnahme nur, wenn wir gleichzeitig den Einsatz von recyceltem Kunststoff drastisch erhöhen. Erst dann schließt sich der Kreislauf.

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Getränkeverpackungen sind Hauptquelle für Mikroplastik in unserem Körper – Die Industrie muss proaktiv Lösungen suchen

Getränkeverpackungen sind Hauptquelle für Mikroplastik in unserem Körper:

Die Industrie muss proaktiv Lösungen suchen

Thomas Reiner | 28.01.2020

Nach der Diskussion über das Vorkommen von Mikroplastik im Ökosystem zeichnet sich ein nächstes, schlagzeilenträchtiges Thema ab: Mikroplastik im menschlichen Körper. Noch wird das konkrete Ausmaß der Risiken und Gefahren für unsere Gesundheit erforscht. Im Fokus stehen die Auslaugung von Kunststoffzusatzstoffen, die in den Partikeln enthalten sein können, sowie schädliche Mikroben.

Eines ist jedoch schon jetzt klar: Wer im Zentrum der Diskussionen stehen wird. Es ist die Getränkeverpackung aus Kunststoff. Denn sie ist die größte bisher detektierte Quelle von Mikroplastikpartikeln in unserem Körper.

Aktuelle Forschungen gehen davon aus, dass jeder Mensch pro Jahr mindestens 74.000 – 121.000 Mikroplastikpartikel über Getränke, Essen und die Luft aufnimmt. Das Flaschenwasser enthält auf der Basis von vier Studien durchschnittlich gut 94 Mikropartikel pro Liter. Auf dem zweiten Platz folgt Bier mit rund 32 Partikeln. Erst danach folgen Luft mit rund 10 und Leitungswasser mit rund 4 Mikropartikeln pro Liter.

Als Industrie bleibt uns nur ein Ausweg: Wir müssen proaktiv nach Lösungen suchen. Und wir müssen sofort damit anfangen. Denn das Thema hat ein gewaltiges, negatives Potential. Gelangt es erst einmal an die breitere Öffentlichkeit und in die Social Media, wird es nicht mehr steuerbar sein.

Aber wie fängt man das an? Auf jeden Fall mit einem konsequenten Issue Management. Und mit den richtigen Partnern.

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US-Verbraucher entscheiden sich für Nachhaltigkeit.

US-Verbraucher entscheiden sich für Nachhaltigkeit.

Thomas Reiner | 24.01.2020

Nachhaltigkeit stößt weltweit auf immer mehr Bereitschaft. Die Kreislauffähigkeit von Verpackungen wird damit zunehmen zum entscheidenden Faktor beim Shopping – auch in den USA.

Für Markenartikler ist die Nachhaltigkeit ihrer Verpackungen schon seit einigen Jahren ein wichtiges Thema. Die Notwendigkeit, wirksame Lösungen tatsächlich im Markt zu etablieren, hat allerdings erst seit rund zwei Jahren wirklich an Bedeutung gewonnen.

Ein grundlegender Treiber ist die weltweit wachsende Sensibilität der Verbraucher gegenüber Umweltfragen, die vermehrt auch in Kaufentscheidungen einfließt.
Zahlen einer Studie der Nielsen-Company zeigen, dass 48 Prozent der US-Verbraucher definitiv oder sehr wahrscheinlich bereit sind, ihre Konsumgewohnheiten zu verändern, um sich umweltverträglicher zu verhalten. Bei Konsumenten, die nach der Jahrtausendwende geboren wurden, sagen dies sogar 75 Prozent. Die Verbraucher geben ihre Dollars dort aus, wo sie ihre Werte gewahrt sehen.

  • 2018 gaben US-Verbraucher 128,5 Milliarden Dollar für nachhaltige FMCG-Produkte aus.
  • Der Absatz von Produkten mit nachhaltigen Eigenschaften wuchs 2018 um 22 Prozent.
  • Während der Umsatz konventioneller Produkte von 2014 bis 2017 um vier Prozent zurückging, stiegt der Anteil an nachhaltigen Produkten im gleichen Zeitraum um drei Prozent.
  • Bis zum Jahr 2021 sehen die Prognosen den Umsatzanteil nachhaltiger Ware bei 25 Prozent.

Für die Verpackung als wichtigsten Markenbotschafter bedeutet das: Ihre Recyclebarkeit wird zu einem entscheidenden Faktor. Die Nachhaltigkeit der Verpackung wird zum Schlüssel, sowohl am klassischen POS, wie auch im E-Commerce. Seine Produkte nachhaltig zu verpacken, ist nicht länger ein netter Bonus. Es ist eine zentrale Notwendigkeit.

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Papier erobert weiter Marktanteile: Frosta ersetzt Kunststoffbeutel mit Kraftpapier.

Quelle: Frosta

Papier erobert weiter Marktanteile:

Frosta ersetzt Kunststoffbeutel mit Kraftpapier.

Thomas Reiner | 21.01.2020

Der Tiefkühlkosthersteller Frosta ist bekannt für Innovationen. So verzichtete man bereits seit 2003 auf jegliche Zusatzstoffe. Auch im Nachhaltigkeitsbereich geht das Unternehmen nun als Pionier neue Wege. Als erster Hersteller von Tiefkühlkost wird man in Zukunft komplett auf den Einsatz von Kunststoff in Verpackungen verzichten.

Die Alternative kommt in Form eines Kraftpapier-Beutels, den Frosta selbst entwickelt hat. Eine spezielle, mechanische Produktionstechnik sorgt dafür, dass das ungebleichte und ungestrichene Papier resistent gegen Feuchtigkeit und Fett ist. So kann es den Produktschutz auch bei einem eventuellen Antauen auf dem Weg vom Supermarkt zur Tiefkühltruhe des Konsumenten gewährleisten.

Nach Aussage des Unternehmens ist die neue Verpackung im Vergleich umweltschonender und weist eine bessere Klimabilanz auf. Bis zu 320 Tonnen Kunststoff will Frosta durch die neue Verpackung jährlich einsparen. Dabei vertraut man darauf, dass die Kunden die verpackungsbedingte Preiserhöhung von rund 20 Cent mittragen werden.

Der Weg von Frosta folgt einem klaren und immer stärker werdenden Trend, Kunststoffe in Verpackungen durch Papier und Glas zu ersetzen. Ein Hauptgrund dafür ist, dass die Kreisläufe für Kunststoff noch nicht geschlossen sind. Bei Papier und Glas sieht das anders aus. Und diese Realität beeinflusst jede Entscheidung, schafft permanent Fakten.

Dabei wird es bleiben – zumindest solange, bis es gelingt, die Kunststoff-Kreisläufe zu schließen. Dann dürften die Karten neu gemischt werden – auch bei Frosta.

Übrigens: Als „Mutter der neuen Verpackung“ dienten Kraftpapiersäcke, wie sie als Verpackung von Zement verwendet werden. Ein gutes Beispiel für die Entwicklung erfolgreicher Strategien und Lösungen über vier dezidierte, kreative Ansätze, die wir über den Blog beleuchten werden.

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