Covid-19 treibt hygienesicheres Verpackungsdesign

 

 

Covid-19 treibt hygienesicheres Verpackungsdesign

Thomas Reiner | 24.06.2020

G & S Business Communication führte am 17. April 2020 eine repräsentative Umfrage unter 1.058 US-Bürgern ab 18 Jahren durch. Im Fokus stand das Thema Lebensmittelsicherheit. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Konsumenten deutlich mehr Sorgen um Hygiene und Sicherheit ihrer Lebensmittel machen, als das vor Covid-19 der Fall war.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

  • 54 Prozent der Befragten haben Sorge, sich durch den Verzehr von Lebensmittel mit dem Coronavirus zu infizieren.
  • 66 Prozent befürchten, dass sie sich über die Oberfläche der Lebensmittelverpackung infizieren könnten.
  • 44 Prozent reinigen Lebensmittelverpackungen deshalb vor dem Öffnen mit einem Desinfektionsmittel.
  • 66 Prozent erwarten von den Akteuren der Lebensmittelverpackungsindustrie eine proaktive Kommunikation über Maßnahmen zur Sicherstellung einer hygienisch verlässlichen und qualitativ hochwertigen Versorgung mit Lebensmitteln.

Es lässt sich feststellen, dass die Corona-Pandemie unter den Konsumenten zu einem neuen Bewusstsein für die Bedeutung von Hygiene und Lebensmittelsicherheit geführt hat. In der Konsequenz steigt die Nachfrage und die Bedeutung von hygienesicheren Verpackungsdesigns.

Hygienesicheres Verpackungsdesign kann Verbrauchern dabei nicht nur die Sorgen vor einer Ansteckung über die Oberflächen von Lebensmitteln oder Lebensmittelverpackungen nehmen. Es kann für die Akteure darüber hinaus auch ein starkes Instrument sein, um sich im Wettbewerb zu differenzieren und gegenüber Kunden und Konsumenten hervorzuheben.

Das gilt umso mehr, als Konsumenten von der Industrie nicht nur eine entsprechende Vorsorge erwarten, sondern auch eine proaktive und transparente Aufklärung über Risiken und Maßnahmen zur Risikoeliminierung.

Gerade in Zeiten von Covid-19 gilt damit die alte Regel „Tu Gutes und rede darüber“. Wer sich jetzt mit hygienesicherem Verpackungsdesign vom Wettbewerb abheben kann und den Sorgen der Verbraucher mit proaktiver und transparenter Kommunikation begegnet, wird gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Für die Verpackungsindustrie bietet sich dabei auch die Chance, die lebensnotwendigen Leistungen der Verpackung grundsätzlich vor Augen zu führen und wertvolle, imagefördernde Aufklärungsarbeit zu leisten.

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Covid-19 beschleunigt die Circular Economy, ein zentraler Baustein des Wiederaufbaus der EU

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Covid-19 beschleunigt die Circular Economy, ein zentraler Baustein des Wiederaufbaus der EU

Thomas Reiner | 18.06.2020

Ende Mai 2020 hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag für einen umfassenden Aufbauplan vorgestellt. Für die Maßnahme „Next Generation EU“ werden 750 Milliarden Euro mobilisiert. Darüber hinaus wird der langfristige EU-Haushalt 2021-2027 auf insgesamt 1,85 Billionen Euro erhöht.

Die für „Next Generation EU“ bereitgestellten Mittel fließen auch in den europäischen „Green Deal“, der unter anderem auf eine Stärkung der Kreislaufwirtschaft zielt – mit positiven Folgen für Ökonomie und Ökologie. Die Circular Economy wird im Rahmen der Maßnahme zu einem zentralen Baustein des Wiederaufbaus der EU.

Ökonomie: Der verstärkte Ausbau der Kreislaufwirtschaft soll bis zu 1 Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen. Nach Berechnungen von McKinsey und der Ellen MacArthur Foundation können über den Ausbau der Kreislaufwirtschaft in Europa bis zum Jahr 2030 sogar bis zu 1,8 Billionen Euro an neuen gesamtwirtschaftlichen Möglichkeiten erschlossen werden.

Ökologie: Neben den ökonomischen Vorteilen bringt das Paket auch ökologische Fortschritte. Dazu gehören beispielsweise reduzierte CO2-Emissionen und eine Absenkung der unerwünschten Einträge von gebrauchten Verpackungen in die Umwelt (Littering). Weltweit könnte eine konsequent ausgebaute Kreislaufwirtschaft die Kohlendioxidemissionen um rund 3,6 Milliarden Tonnen pro Jahr senken.

Aktuell beschäftigen sich große Teile der Gesellschaft und der Industrie vor allem mit Covid-19 und der Corona-Pandemie. Gleichzeitig jedoch nimmt das Thema Circular Economy gewaltig Fahrt auf – und wird gestärkt aus der Krise hervorgehen.

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Experten-Umfrage: Corona treibt die Digitalisierung in der Verpackungsindustrie

Experten-Umfrage: Corona treibt die Digitalisierung in der Verpackungsindustrie

Thomas Reiner | 12.06.2020

Berndt+Partner führt regelmäßig Experten-Interviews mit Führungskräften aus Unternehmen der Verpackungsindustrie durch. Unsere jüngste Befragung unter 40 Entscheidern zum Thema Digitalisierung brachte spannende Ergebnisse und zeigt klare Trends.

Übergreifend lässt sich eine starke Forcierung der digitalen Transformation feststellen. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Forcierung aus der Not heraus geboren wurde. Die aktuelle Corona-Krise zwingt zum Handeln. Neue Wege mussten gefunden, Entscheidungen und Investitionen mussten beschleunigt werden.

Dabei zeichnen sich drei wichtige Trends ab:

Interne Kommunikation
Motor dieses Trends ist die durch die Corona-Pandemie notwendig gewordene, vermehrte Arbeit im Home-Office. In der Konsequenz führt dies zur Einführung digitaler Kommunikationstools und -infrastruktur, die für den internen Austausch und die interne Kommunikation genutzt wird.

Marktkommunikation
Auch die externe Kommunikation über digitale Kanäle steigt. Meetings, Projekte, Messen und Preisverhandlungen laufen vermehrt über internetbasierte Dienste.

Service und Produkte
Die Akzeptanz zur digitalen Produktabnahme steigt, insbesondere im Bereich des Maschinenbaus. Gleichzeitig werden digitale Services forciert, beispielsweise im Bereich Maintenance.

Was sich auch zeigt: Gerade in einer Zeit, in der eine Notlage zu raschen Entscheidungen zwingt, profitieren jene, die schnell entscheiden und entsprechende Risiken in Kauf nehmen können. Wer trotz der Risiken zügig unternehmerische Entscheidungen trifft, wird langfristig davon profitieren und erfolgreich sein.

Unübersehbar zeigt unsere Experten-Befragung auch, dass es insgesamt einen signifikanten Bewusstseinswechsel hin zur Digitalisierung gibt. Ein Wechsel, der Folgen haben wird. Denn das neue Bewusstsein wird den laufenden Digitalisierungsprozess weiter verstärken und zu andauernden Investitionen in IT führen, zu mehr Service- und Prozessinnovationen und nicht zuletzt zum Start von Digital-Projekten, die beispielsweise nach neuen Geschäftsmodellen suchen.

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Corona treibt das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit bei Konsumenten

 

 

Corona treibt das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit bei Konsumenten

Thomas Reiner | 05.06.2020

Wer dachte, mit der Corona-Pandemie würden die Themen Nachhaltigkeit und Littering von der Agenda verschwinden, muss umdenken. Was wir schon früher im Jahr prognostiziert haben, bestätigt sich in einer aktuellen Studie von Accenture: Die Corona-Krise wird zum Treiber des Nachhaltigkeitsbewusstseins bei den Konsumenten.

In der Studie befragte Accenture zwischen dem 2. und 6. April mehr als 3.000 Verbraucher in 15 Ländern. Im Fokus der Studie stand die Frage, wie die Corona-Krise Prioritäten, Kaufentscheidungen und Verhaltensmuster der globalen Verbraucher verändert.

Das Ergebnis: Covid-19 wird das Verbraucherverhalten dauerhaft verändern. 54% der Konsumenten gaben an, dass sie beim Einkaufen nachhaltigere Entscheidungen treffen und dies auch weiterhin tun wollen.

Die Themen Nachhaltigkeit und Littering werden vor diesem Hintergrund nicht verschwinden. Im Gegenteil werden sie nach der Krise noch bedeutender sein, als vorher.

Die Folge: Stakeholder müssen sich dem Thema Nachhaltigkeit verstärkt widmen. Und sie müssen es ganzheitlich angehen. Das Schließen der Kreisläufe, speziell für Kunststoff, steht dabei ganz oben auf der Agenda. Hier ist schon viel in Bewegung geraten, aber noch ziehen nicht alle mit.

Wichtig auch: Das Schließen der Kreisläufe ist unverzichtbar, aber kein Allheilmittel. Wirklich erfolgreich können wir nur sein, wenn wir Nachhaltigkeit ganzheitlich angehen und die vielen oft heterogenen Anforderungen auf ökologischer, ökonomischer und sozialer Ebene mit einbeziehen.

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