Digital Transformation. On-pack AR auf ecorefill-Verpackungen von Unilever

Quelle: Unilever – Cif

On-pack AR auf ecorefill-Verpackungen von Unilever

Thomas Reiner | 05.09.2019

Unilever setzt bei seiner neuen ecorefill-Nachfüllpackung für den Haushaltsreiniger Cif auf Augmented Reality (AR). Die Maßnahme ist Teil von Unilevers Strategie, neue Angebote für vernetzte always-on Verpackungen zu entwickeln. AR ist ein Schlüsselelement dieser Strategie.

Unilever will Verpackung konsequent als always-on Medienkanal nutzen, um Konsumenten am Ort der Produktverwendung anzusprechen und zu aktivieren. Augmented Reality soll dabei Teil der integrierten Marketingaktivitäten sein und keine einmalige Inselaktivität.

Über die Nutzung der von AR will man sicherstellen, dass die angebotenen Inhalte und Informationen jederzeit relevant und hochattraktiv sind. Um das zu erreichen, müsse AR sich positiv in das Kundenerlebnis fügen und tatsächlichen Mehrwert zu liefern.

Unilever launcht sein on-pack AR auf der ecorefill-Verpackung für das Reinigungsmittel Cif Die Nachfüllpackung ist nach Unternehmensangaben eine Innovation im Segment Haushaltsmittel. Konsumenten können ihre bereits genutzten Sprühflaschen mit einem „ecorefill“ wieder auffüllen.

Das Augmented Reality-Angebot bietet eine Anleitung zum Nachfüllprozess und zum vollständigen Recycling der Nachfüllpackung, zur Zweitnutzung für nicht mehr benötigte Sprühflaschen und einige, zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht enthüllte „Überraschungen“.

Fünf Schlüssel-Kontexte wurden für den Einsatz von Augmented Reality on-pack identifiziert:

  1. Vermittlung von Transparenz und Botschaften zu Nachhaltigkeit und Recycling
  2. Storytelling
  3. Demonstrationen der praktischen Anwendung des Produkts
  4. Promotions und Spiele
  5. Social Sharing Aktivitäten wie beispielsweise face filters.

Für das eigene Unternehmen verspricht man sich über den Einsatz von Augmente Reality auf der Verpackung eine höhere Bedeutung und Wertigkeit der Marke für den Konsumenten. Außerdem lerne man eine Menge über das Konsumentenerlebnis der eigenen Marke. Diese Learnings könne man gut zur weiteren Optimierung des Erlebnisses einsetzen.

Ein weiterer Pluspunkt sei, dass man Kunden mehr Shopping-Optionen anbieten könne. Beispielsweise über angebundene eCommerce-Seiten – vorausgesetzt, AR wird im Rahmen eines integrierten und vernetzten Verpackungsprogrammes eingesetzt.

Für die Zukunft erwartet man bei Unilever, die Konsumenten mit Hilfe von Verpackungs-Plattformen mit personalisierten und dynamischen Inhalten versorgen zu können.

Wenn es um die Verpackung als Media-Plattform und das Internet of Packaging (IoP) geht, freuen wir uns sehr auf ein Gespräch mit Ihnen und bauen gerne auf Ihre Ideen. Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

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Digital Transformation. Internet of Packaging: Seafood-Produzent bietet Konsumenten 100% Transparenz.

Internet of Packaging:

Seafood-Produzent bietet Konsumenten 100% Transparenz.

Thomas Reiner | 08.08.2019

Der weltweit größte Lachs-Farmer MOWI aus Norwegen versucht sich über eine Partnerschaft mit der Plattform EVRYTHNG an der totalen Transparenz gegenüber Konsumenten. Das Projekt “Lachs mit 100% Transparenz” ist ein Beispiel für die Möglichkeiten des Internet of Packaging (IoP), das die „eine durchsuchbare Quelle von Wahrheit“ erst möglich macht.

Die „erste End-to-End-Plattform für die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln in der Sea-Food-Industrie“ startet MOWI mit Hilfe seines Partners EVRYTHNG. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als markführende Internet-of-things- und Software-as-a-service-Plattform für Consumer Products.

Für Mowis “Lachs mit 100% Transparenz” wird EVRYTHNG Daten der verschiedenen Produktions- und Supply-Chain-Systeme sammeln und harmonisieren. Sie bilden den gesamten Lebenszyklus des Fisches ab. Zu den Daten gehören beispielsweise:

  • Wann der Lachs geschlüpft ist.
  • In welcher Frischwasserstation der Lachs heranwuchs.
  • Welches Futter er bekommen hat.
  • Wann und wo er geerntet wurde.
  • Welches Alter, welche Größe und welches Gewicht der Lachs hatte.
  • Wie er zur Verarbeitung weiter transportiert wurde.

Die Daten werden nach Chargen gruppiert, was eine detailreiche Rückverfolgung durch die gesamte Wertschöpfungskette und entsprechende Qualitätskontrollen möglich macht.

Konsumenten können die Informationen über das Scannen eines QR-Codes auf der Lachsverpackung abrufen.

Für MOWI bringt das System wertvolle Consumer-Insights. Das Unternehmen erfährt über die anonymisierten Abrufinformationen, die EVRYTHNG bereitstellt, wie viele Konsumenten sich wann für welche Aspekte interessieren.

Das so erworbene Wissen über das Verhalten und Bedürfnisse der Kunden kann das Unternehmen in seine zukünftigen Marketingprogramme einfließen lassen. Darüber hinaus soll die Maßnahme das Verbrauchervertrauen in MOWI stärken und nicht zuletzt auf das Image der Marke einzahlen.

Video auf EVERYTHING: Case Study: MOWI Seafood Transparency

Digital Transformation. Alibaba verbindet mit Hema on- und offline auf neue Weise.

Quelle: www.alibabagroup.com

Digital Transformation. Alibaba verbindet mit Hema on- und offline auf neue Weise.

 

Thomas Reiner | 22.07.2019

Eine Symbiose von Online und Offline will Alibaba mit seinem Supermarktkonzept Hema schaffen. Dort, wo sonst die typischen Painpoints beim Einkaufen die Konsumenten frustrieren, soll jetzt unverkrampftes Vergnügen herrschen. Alibaba ist zuversichtlich und hat mit Hema große Pläne.

In China werden noch immer 80% der Einzelhandelsumsätze im stationären Handel erwirtschaftet – trotz der weltweit höchsten E-Commerce-Nutzung durch chinesische Konsumenten. Alibaba-Chef Jack Ma will deshalb das Beste aus beiden Welten. Einzelhandel ist für ihn Frage von on- oder offline, sondern von der optimalen Symbiose.

Zu den Hauptangriffspunkten des Hema-Supermarktkonzepts zählen drei Painpoints, die Konsumenten beim üblichen Einkauf frustrieren:

  1. Das richtige bzw. gewünschte Produkt finden.
    Im Hema-Supermarkt können Kunden jeden Artikel mit dem Smartphone scannen und Detailinformationen abrufen. Dazu gehören auch ergänzende oder verwandte Produktempfehlungen. Beim nächsten Besuch des Supermarkts erhält der Kunde neue Empfehlungen aufgrund seiner Käufe und Infoabrufe in der Vergangenheit. Wer z.B. den fangfrischen Fisch lieber verzehrfertig als im Naturzustand geliefert bekommt, lässt ihn sich im Markt von einem Koch zubereiten.
  2. Zum Bezahlen in der Schlange stehen.
    Wenn der Einkauf abgeschlossen ist, scannen die Kunden ihren Warenkorb am Checkout Terminal und bezahlen mit der Alibaba eigenen Alipay-App, die den Vorgang via Gesichtserkennung prüft und freigibt. Eine weitere Möglichkeit: Kunden können ihre Einkäufe online bestellen und an der Abholstation entgegennehmen.
  3. Produkte nach Haus schleppen.
    Hema bietet rund um die Uhr einen Lieferservice. Wer im Umkreis von drei Kilometern eines Hema wohnt, bekommt seine Online-Bestellung rund um die Uhr innerhalb von 30 Minuten geliefert.

Der erste Hema ging 2016 an den Start. Aktuell eröffnet durchschnittlich alle 6 Tage ein neuer Markt.

Digital Transformation. Key-Findings der ersten E-PACK-Konferenz in Europa. Herausforderungen und Lösungen im Bereich E-Commerce-Verpackung.

Quelle: Smithers Pira

Key-Findings der ersten E-PACK-Konferenz in Europa.

Herausforderungen und Lösungen im Bereich E-Commerce-Verpackung.

Thomas Reiner | 11.07.2019

Der E-Commerce-Versand steigt stetig. Alleine zwischen 2014 und 2016 wurde weltweit eine Zunahme von 33 % verzeichnet. Dieser Vertriebskanal entwickelt sich schnell von einer Nischen- zu einer Volumenanwendung.

Nach der erfolgreichen Einführung von E-PACK in den USA folgte 2019 die erste Ausgabe in Europa. Als erste branchenübergreifende europäische Konferenz zum Thema E-Commerce fokussierte die Veranstaltung

  • innovative und insbesondere nachhaltige Verpackungslösungen
  • Fallstudien führender Marken und Einzelhändler sowie
  • technische Herausforderungen in Bezug auf funktionales Design und Schutz von E-Commerce-Verpackungen.

Die fünf B+P Key-Findings der E-PACK 2019:

1. Oberstes Gebot ist der Produktschutz
Die Erfahrungen belegen, dass der größte Teil des Schadens an einem Produkt oder seiner Verpackung auf der „letzten Meile“ des E-Commerce entsteht. Dies ist nicht verwunderlich, dass die Anzahl der Berührungspunkte drei bis viermal so hoch sind, wie im traditionellen Einzelhandel (20 oder mehr Berührungspunkte beim E-Commerce; 5 bis 7 im traditionellen Einzelhandel).

2.  Herausforderung für Markeninhaber bei der Anpassung an den Onlinehandel
Die Anpassung an den Onlinehandel stellt Markeninhaber vor große Herausforderungen. Zur Bewältigung muss ein Umdenken stattfinden in Bezug auf das, was tatsächlich online funktioniert und darauf, wie ein Produkt erfolgreich verkauft werden kann.
Aktuell orientieren sich die Markeninhaber an den großen E-Commerce-Retailern, um zu sehen, welche Lösungen dort erarbeitet und umgesetzt werden. Ein wichtiger Grund, warum die Herausforderungen von Seiten der Brand-Owner nicht aktiver angegangen werden, ist fehlende Unterstützung. Die anwesenden Markenartikler beklagten, dass Ihre Verpackungslieferanten zu wenig E-Commerce-Kompetenz besitzen und keine ausreichende Unterstützung leisten.
Ein herausragendes Positiv-Beispiel zeigte die Zusammenarbeit von Alibaba und Snickers. Hier wurde ein neuer, würziger Snickers-Riegel speziell für den chinesischen Markt entwickelt. Der neue Riegel war ausschließlich online erhältlich.

3. Bedeutung und Optionen für Omnichannel
In der Vergangenheit waren Einzelhändler entweder Bricks & Mortar oder Versandhandel, aber mit dem Aufkommen des E-Commerce verschwimmen diese Grenzen zunehmend. Heute muss dem Kunden jede Option offen gehalten werden. Dadurch ergibt sich zunehmend die Suche nach geeigneten Lösungen. Entweder nach einem System für alle Vertriebskanäle oder unterschiedliche Produkt- und Verpackungslinien für jeden einzelnen Kanal.

4. Mehrwegverpackungen auf dem Vormarsch
RePack stellt ein eindrucksvolles System vor, das Kunden und Onlinehändler zu einem Mehrwegkreislauf zusammen bringt. Nach Erhalt der bestellten Ware können Kunden die leere RePack-Verpackung ganz einfach auf Briefformat zusammenfalten und kostenfrei über jeden Briefkasten dieser Welt in den Kreislauf zurückführen.

5. Alte Designs stören Nachhaltigkeit
Als Gegenteil zu den Nachhaltigkeitswünsche der Konsumenten fällt ausgerechnet eine Verpackungsart auf, die in den 1960er Jahren zum Standard wurde und bis heute dominiert: Die klassische Schachtel aus Wellpappe. In Zeiten von Nachhaltigkeitswünschen im E-Commerce fällt nun vor allem die Masse an Leerraum auf, die in den Wellpappeboxen transportiert wird. Weil aber Nachhaltigkeit notwendigerweise die gesamte Lieferkette betrifft, wird das zunehmend zum Störfaktor.

Und sonst noch
Darüber hinaus ging es auf der E-PACK um eine große Bandbreite an Themen – von der Schaffung einer wirkungsvollen Unboxing-Erfahrung bis hin zu Algorithmen und künstlicher Intelligenz zur Bewältigung der Komplexität innerhalb komplizierter Lieferketten.