Die Verpackungsindustrie ist hochreif für die Plattformökonomie

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Die Verpackungsindustrie ist hochreif für die Plattformökonomie

Thomas Reiner | 06.12.2021

Starke Fragmentierung, hohe Kapitalbindung, wenig Transparenz: Diese drei Faktoren sind die entscheidenden Anzeiger für eine Industrie, die mehr als reif für Plattformökonomie ist. Und wir können mit all unseren Insights sagen, dass die Verpackungsindustrie perfekt in dieses Schema passt. Erste Player haben das Feld schon betreten und die Frage lautet nicht mehr, ob sich die Plattformen flächendeckend durchsetzen, sondern nur, wann es soweit ist. Der Plattform-Lockstoff heißt Agilität. Das macht sie zum Zukunftsbild der Industrie – nicht nur für Digital Native Brands, auch wenn diese die Vorreiter sind.


 

Benoit Reillier und Laure Claire Reillier sind Mitbegründer des Beratungsunternehmens Launchworks, das Unternehmen bei der Entwicklung und Verbreitung innovativer Geschäftsmodelle unterstützt. In Ihrem Buch „Platform Strategy: How to Unlock the Power of Communities and Networks to Grow Your Business“ erörtern sie drei Anzeichen für Branchen, die hochreif für eine Plattformökonomie sind:

  1. Eine starke Fragmentierung auf der Angebots- und Nachfrageseite
  2. Eine hohe Kapitalbindung in Produktionsanlagen und Maschinen bei gleichzeitig geringer Kapazitätsauslastung
  3. Ein großer Mangel an Transparenz

 

Die Verpackungsindustrie ist hochreif

Wir können diese Analyse nur zustimmen. Und wir können mit all unseren Insights für die Verpackungsindustrie sagen, dass unsere Branche mehr als reif für die Plattformökonomie ist.

 

Erste Player

Erste Player haben das Feld schon betreten. Dazu gehören unter anderem:

  • Lumi: Das kalifornische Start-up bietet End-to-End-Software für Packaging- und Supply-Chain-Management. Die Tools sollen den komplexen Workflow vereinfachen und die direkte, einfache Zusammenarbeit von Marken und Verpackungsherstellern ermöglichen.
  • Packpart: Die ganze Welt der Verpackungsindustrie auf einer Plattform ist der Claim des deutschen Start-ups. Das Unternehmen versteht sich als digitaler Ansprechpartner für Verpackungsmaschinen, gebrauchte Maschinen, Lohnhersteller und Maschineneffizienzsteigerung.
  • Recyfy: Das Start-up aus Berlin bezeichnet sich als Marktplatz für den effizienten Handel von Altpapier zwischen Papierfabriken, Entsorgern, Händlern und Anfallstellen.
  • Packmatic: Ebenfalls in Berlin beheimatet, wirbt Packmatic damit, die ideale flexible Verpackungslösung für Produkte zu finden und online verwalten zu können.

 

Der Lockstoff heißt Agilität.

Speziell Digital Native Brands nutzen bislang die Services der Plattformanbieter. Die Gründe liegen auf der Hand. Neben der ausgeprägten Usability ist es insbesondere das Versprechen hoher Agilität, dass die Plattformen so attraktiv macht.

Ein Versprechen, das zieht, denn Agilität ist ein Kernthema gerade für die klassische Industrie, die damit noch oft genug zu kämpfen hat. Genau deshalb sind Plattformen mit ihrer hohen Agilität das Zukunftsbild der Industrie.

 

Die Würfel sind gefallen – auch für Big Brands

Längst sind es nicht mehr nur Digital Native Brands, die diese Plattformen nutzen. Auch unter den Big Brands kommt Bewegung ins Spiel. Noch baut nur eine überschaubare Anzahl der Großen auf die Plattform-Player. Aber die Welle baut sich bereits auf. Das Spiel wird sich drehen. Es geht nicht mehr darum, ob sich die Plattformökonomie flächendeckend durchsetzt. Es geht nur noch darum, wann es soweit sein wird.

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Ausgaben für digitale B2B-Werbung steigen im Jahr um über 20%

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Ausgaben für digitale B2B-Werbung steigen im Jahr um über 20%

Thomas Reiner | 05.11.2021

Die Ausgaben für digitale B2B-Werbung steigen rasant. Wachstumsraten von über 20 Prozent zeigen, dass immer mehr Entscheidungsträger digitale Medien für sich entdecken und nutzen. Parallel wachsen die digitalen Werbemöglichkeiten für Kundengewinnung und Kundenaktivierung. Die Entwicklung erhöht den Druck auf Nachzügler und erzwingt steigende Investitionen. Dreh- und Angelpunkt: Die richtige Botschaft muss mit dem richtigen Content über den richtigen Kanal zur richtigen Zielgruppe übermittelt werden. Content rules!


 

Digital gestütztes Marketing ist bereits seit Jahren auf dem Vormarsch.

  • Zwischen 2019 und 2020 stiegen die Ausgaben für digitale B2B-Werbung in den USA von 6,64 Milliarden Dollar um knapp 23 Prozent auf 8.14 Milliarden Dollar.
  • Im August 2020 veröffentliche Marktdaten und Prognosen von eMarketer zeigen einen rasanten Anstieg der Ausgaben im B2B-Marketig um jährlich 20,5 Prozent.
  • Selbst die Corona-Pandemie konnte den Anstieg nicht stoppen, lediglich bremsen. Unter dem Strich standen trotz Covid 19 immer noch 10 Prozent Wachstum.

 

Gründe für das Wachstum

  • Die Zielgruppe des B2B-Marketings ist zunehmen in digitalen Kanälen unterwegs. Relevante Entscheidungsträger nutzen vermehrt das Internet und hier insbesondere Social-Media-Angebote wie beispielsweise LinkedIn.
  • Parallel entstehen neue, differenzierte Möglichkeiten für die digitale Werbung. So können B2B-Marketers über nutzungsorientierte Pay-for-Results-Modelle (Performance Marketing) ihr Budget gezielt für Wachstumszwecke ausgeben und live messen. Im Fokus stehen dabei insbesondere Neukundengewinnung und Bestandskunden-Aktivierung.

 

Chancen bringen Zwänge bringen Chancen

Der Shift weg von Pay-to-Play Modellen wie beispielsweise Branding und hin zu Onlinewerbung zeigt, dass B2B-Unternehmen die Chancen des digital gestützten Marketings zunehmend erkennen und als Wachstumsmaschine begreifen. Der Trend zeigt aber auch, dass investiert werden muss – und zwar in Content.

 

Content is key

Content spielt zunehmend eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Wachstum über digital gestütztes Marketing voranzutreiben. Denn der wahre Schlüssel zum Erfolg für B2B-Unternehmen erfordert heute, die richtige Botschaft mit dem richtigen Content über den richtigen Kanal zur richtigen Zielgruppe zu übermitteln. Content is key!

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Bevölkerungsexplosion im mobilen Internet. Das sind die Folgen für Brands und Verpackungsindustrie

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Bevölkerungsexplosion im mobilen Internet. Das sind die Folgen für Brands und Verpackungsindustrie

Thomas Reiner | 15.10.2021

Die mobile Datennutzung nimmt exponentiell zu und wird sich in den nächsten 5 Jahren mehr als vervierfachen. Darauf müssen Brands und Verpackungsindustrie reagieren, gerade auch über die Verpackung. Die Zeit drängt. Denn wer zögert, wird verlieren.


 

Die mobile Datennutzung wird nach Prognosen von heute 51 Exabyte (EB) pro Monat auf 226 EB pro Monat im Jahr 2026 steigen. Das ist eine Vervierfachung! Bereits 2022 wird eine Steigerung um mehr als 15 Prozent auf dann 68 EB pro Monat – wobei 1 Exabyte einer Milliarden Gigabyte entspricht.

Die Dynamik dieses Wachstum ist beeindruckend und die Folge einer ungebrochen „Migrationsbewegung“ von immer mehr Menschen in die Welt des mobilen Internets.

Das Wachstum ist dabei nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. Das mobile Internet wird immer intensiver genutzt. Immer mehr Daten (und Rechenleistung) werden verbraucht, immer mehr Daten gleichzeitig durch die Nutzung generiert.

 

Implikationen – für Brands

Der zunehmende Aufenthalt und die steigende Nutzung des mobilen Internets verändert sowohl die Erwartungshaltung der Konsumentinnen und Konsumenten, als auch ihr Einkaufsverhalten. Dieser Trend wird parallel zur weiter wachsenden Digitalisierung an Kraft gewinnen. Brands und Verpackungsindustrie müssen darauf reagieren, um die Erwartungen und Ansprüche ihrer Kunden nicht zu enttäuschen.

 

Implikationen für die Verpackungen

Veränderte Konsumentenerwartungen, aber auch veränderte Distributionswege und -kanäle, haben starke Implikationen auf die Verpackung. Schon gestartete Trends und Entwicklungen wie beispielsweise Standardisierung, Individualisierung und Commoditisierung der Verpackung werden sich weiter zuspitzen.

Marken und Industrie müssen mit ihren Angeboten reagieren. Und sie dürfen dabei keine Zeit verlieren. Denn die Digitalisierung wird wenige Gewinner, aber viele Verlierer bringen. Wer sich jetzt nicht schnell genug bewegt, wird später keine Aufholjagd mehr starten können.

 

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Marketing = B2B-Wachstumsmaschine: Umsatz & qualifizierte Leads nun Top-Kriterien für Erfolgsbewertung von Marketers

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Marketing = B2B-Wachstumsmaschine: Umsatz & qualifizierte Leads nun Top-Kriterien für Erfolgsbewertung von Marketers

Thomas Reiner | 06.10.2021

Digital gestütztes Marketing ist die neue Wachstumsmaschine für B2B-Unternehmen. Umfragen unter Senior-level B2B-Marketers belegen den Trend und zeigen Wachstum als neues Kernthema im Marketing. Branding fällt dagegen ab.


 

Wie bemisst sich der Erfolg von B2B-Marketing? Eine aktuelle Umfrage unter 117 Senior-Level B2B-Marketers von Fortella (2021) belegt, dass Wachstumsthemen zum primären Maßstab bei der Bewertung der B2B-Marketingaktivitäten geworden sind.

  • 80 Prozent der Befragten sehen im Umsatz den wichtigsten Messwert.
  • 79 Prozent nennen eine qualifizierte Pipeline als Top-Priorität.
  • Lediglich 59 Prozent bemessen den Marketingerfolg noch am Branding und der damit erzielten Aufmerksamkeit.

 

Performance Marketing und User-Centricity

Performance Marketing ist eine Disziplin des digitalen Marketings. Publisher erhalten beim Performance Marketing nur dann eine entsprechende Entlohnung, wenn messbare Resultate vorliegen. Dazu gehören beispielsweise Cost per Click, Cost per Sale oder Cost per Lead.

Im Fokus steht die gezielte Generierung von Neukunden über digitale Kommunikationskanäle. Sie werden dann als qualifizierte Leads an den Sales-Bereich übergeben und anschließend konvertiert.

Der Schlüssel beim Performance Marketing ist User-Centricity. Die richtige Message muss über den richtigen Kanal die richtige Zielgruppe erreichen. Parallel dazu werden Bestandskunden zusätzlich vom erhaltenen Content ernährt.

 

Game-Changer

Digitalisierung ist ein Game-Changer. Auch im Marketing sind neue Zeiten angebrochen. Branding als Mittel zur Steigerung von Aufmerksamkeit spielt nur noch die zweite Geige. Die Königsdisziplin heißt jetzt Performance Marketing. Auf der Grundlage digitaler Technologien wird Wachstum so zum Kernthema gerade im B2B-Marketing – und macht das Marketing zur Wachstumsmaschine.

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