Covid-19 macht Schwächen sichtbar und beschleunigt Trends

Covid-19 macht Schwächen sichtbar und beschleunigt Trends

Thomas Reiner | 01.07.2020

Für viele Hersteller entpuppt sich das Mehrgeschäft in Corona-Zeiten mehr als Fluch, denn als Segen. Grund sind die steigenden Kosten. So gut wie jeder Posten in der Kalkulation schnell nach oben, ob Produktion, Personal, Rohware, Verpackungsmaterial oder Logistik. Es ist die Rede von Frachtaufschlägen bis zu 200 Prozent. Der Markenartikler Frosta spricht von höheren Kosten in der gesamten Lieferkette. Alleine die Produktionskosten hätten sich um 5 Prozent erhöht.

Auch wenn Teile der Kosten über dem Vorkrisenniveau verharren: Unter dem Strich bleibt zu oft kaum etwas hängen. Und der Kostendruck wird nicht abnehmen.

So werden wir beispielsweise in der Logistik weiter steigende Belastungen und Kosten sehen. Die Logistikkette war schon Corona am Limit. Die Pandemie hat diesem Trend einen zusätzlichen Schub verliehen und führt ihn deutlich vor Augen.

Auch beim Thema Agilität und Digitalisierung lassen sich Schwächen und Rückstände nun kaum mehr verbergen. Das Fehlen agiler Fähigkeiten wird ebenso offensichtlich, wie fehlende Kraft und Kompetenz in Sachen Digitalisierung. All das schmerzt heute deutlich mehr, als noch vor fünf Monaten.

Entwicklungen, Trends und Notwendigkeiten treten in der Corona-Krise deutlicher zu Tage, als wir das gewohnt sind. Diese „neue“ Transparenz sollten wir nutzen. Sie lässt uns Dinge klarer sehen und hilft bei der Erkenntnis.

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Experten-Umfrage: Corona treibt die Digitalisierung in der Verpackungsindustrie

Experten-Umfrage: Corona treibt die Digitalisierung in der Verpackungsindustrie

Thomas Reiner | 12.06.2020

Berndt+Partner führt regelmäßig Experten-Interviews mit Führungskräften aus Unternehmen der Verpackungsindustrie durch. Unsere jüngste Befragung unter 40 Entscheidern zum Thema Digitalisierung brachte spannende Ergebnisse und zeigt klare Trends.

Übergreifend lässt sich eine starke Forcierung der digitalen Transformation feststellen. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Forcierung aus der Not heraus geboren wurde. Die aktuelle Corona-Krise zwingt zum Handeln. Neue Wege mussten gefunden, Entscheidungen und Investitionen mussten beschleunigt werden.

Dabei zeichnen sich drei wichtige Trends ab:

Interne Kommunikation
Motor dieses Trends ist die durch die Corona-Pandemie notwendig gewordene, vermehrte Arbeit im Home-Office. In der Konsequenz führt dies zur Einführung digitaler Kommunikationstools und -infrastruktur, die für den internen Austausch und die interne Kommunikation genutzt wird.

Marktkommunikation
Auch die externe Kommunikation über digitale Kanäle steigt. Meetings, Projekte, Messen und Preisverhandlungen laufen vermehrt über internetbasierte Dienste.

Service und Produkte
Die Akzeptanz zur digitalen Produktabnahme steigt, insbesondere im Bereich des Maschinenbaus. Gleichzeitig werden digitale Services forciert, beispielsweise im Bereich Maintenance.

Was sich auch zeigt: Gerade in einer Zeit, in der eine Notlage zu raschen Entscheidungen zwingt, profitieren jene, die schnell entscheiden und entsprechende Risiken in Kauf nehmen können. Wer trotz der Risiken zügig unternehmerische Entscheidungen trifft, wird langfristig davon profitieren und erfolgreich sein.

Unübersehbar zeigt unsere Experten-Befragung auch, dass es insgesamt einen signifikanten Bewusstseinswechsel hin zur Digitalisierung gibt. Ein Wechsel, der Folgen haben wird. Denn das neue Bewusstsein wird den laufenden Digitalisierungsprozess weiter verstärken und zu andauernden Investitionen in IT führen, zu mehr Service- und Prozessinnovationen und nicht zuletzt zum Start von Digital-Projekten, die beispielsweise nach neuen Geschäftsmodellen suchen.

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Weniger E-Commerce als erwartet während Coronakrise, trotz hoher Nachfrage

Source: freepik.com/ijeab

Weniger E-Commerce als erwartet während Coronakrise, trotz hoher Nachfrage

Thomas Reiner | 27.05.2020

Es mag erstaunen, dass die Zahl der Online-Käufe unter den Erwartungen liegt. Gerade in Zeiten von Corona hätte man einen dynamischen Anstieg erwartet. Und den gibt es auch, beispielsweise bei der Zahl der Online-Erstkäufer.

Wie das INNOFACT Corona Handelstracking aus der 16. Kalenderwoche im April 2020 zeigt, machen die Erstkäufer speziell in den Segmenten Baumarkt, Getränke, Lebensmittel und Drogerieprodukte einen nicht unerheblichen Teil aller Online-Käufer aus.

Wenn die Gesamtzahlen des E-Commerce trotzdem unter den Erwartungen liegen, liegt das an einem Performanceproblem des Systems.
Als Gründe für Nicht-Käufe trotz Kauf-Interesses nennen die Befragten des Handelstrackings beispielsweise:

– Zu lange Lieferzeiten (30 %)
– Bedenken gegenüber den Lieferkosten (27 %)
– Mangelnde Verfügbarkeit der gewünschten Produkte (18 %)

Die Bereitschaft für E-Commerce unter den Verbrauchern ist hoch. Aber das System war nicht vorbereitet. Wo Ware nicht verfügbar ist oder sich die Lieferung zieht, kann der Kaufwunsch nicht Wirklichkeit werden.

Wir können davon ausgehen, dass die Kette ihre Hausaufgaben machen. Sie werden in Zukunft besser auf dynamisch steigendes Käuferinteresse vorbereitet sein. Der E-Commerce wird gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen.

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Der Internet of Packaging Markt boomt: Spannende Möglichkeiten für Marketing

Der Internet of Packaging Markt boomt:

Spannende Möglichkeiten für Marketing

Thomas Reiner | 11.03.2020

Smart Packaging verbessert und erweitert die Funktionalität und das Einsatzspektrum „konventioneller“ Verpackungen. Prognosen zeigen, dass der weltweite Markt des Smart Packaging bis 2026 dynamisch mit Raten von jährlich 11,9 Prozent wächst und in sechs Jahren 33,64 Milliarden Dollar schwer sein wird.

Begünstigt wird diese Entwicklung nicht zuletzt durch sich ändernde Lebensstile und das wachsende Verbraucherbewusstsein in Bezug auf Produktschutz, verlängerte Haltbarkeit, Ressourcenschonung und Transparenz bzw. Nachverfolgbarkeit. Hier kann Smart Packaging Mehrwerte schaffen und den Unterschied machen.

Seine größte Stärke spielt das Smart Packaging aber im Bereich Marketing, Markenbindung und Kommunikation aus. Als Träger spezieller Codes schafft die Verpackung dann in Symbiose mit dem Smartphone einen neuen, mächtigen Kanal.

Im Verbund entsteht ein Internet of Packaging (IoP), dass den Vergleich zu Werkzeugen wie der klassischen Werbung oder Social Media nicht scheuen muss – im Gegenteil.

Das alles ist keine Zukunftsmusik. Smart Packaging ist real. Das Internet of Packaging ist real. Es hat den Durchbruch bereits geschafft und wächst rasant. Wer früh dabei ist, wird früh profitieren und rüstet sich für Gegenwart und Zukunft.

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