B+P Consultants Umfrage zeigt: 89 % der Maschinenbauer sehen Digitalisierung als Wachstumschance

B+P Consultants Umfrage zeigt: 89 % der Maschinenbauer sehen Digitalisierung als Wachstumschance

Thomas Reiner | 08.01.2021

Der Maschinenbau steht ganz klar am Scheideweg. Auf der einen Seite ist die Digitalisierung endlich angekommen. Auf der anderen Seite ist der Nachholbedarf noch extrem hoch. Und auch diejenigen, die sich in Sicherheit wiegen, sollten die Füße nicht hochlegen.


 

Eine von B+P Consultants in Oktober 2020 durchgeführte Befragung von 270 Führungskräften der Verpackungsindustrie zeigt, dass 89 Prozent der Verpackungsmaschinenbauer die Digitalisierung als Wachstumschance betrachten. Gleichzeitig fühlen sich jedoch nur 42 Prozent zum Thema Digitalisierung ausreichend aufgestellt.

Was die Studie von B+P Consultants auch zeigt: Vertrieb und Kommunikation sind die Teilbereiche der Digitalisierung, die für Maschinenbauer aktuell am stärksten unter den Nägeln brennen. 67 Prozent der Maschinenbauer bezeichnen Vertrieb und Kommunikation als ihr aktuell primäres, digitales Handlungsfeld. Die Gründe liegen auf der Hand. Der Ausfall von Präsenz-Messen und die Unsicherheit, wie es bei Messen und Veranstaltungen weitergeht, trifft die Branche ungleich härter, als andere.

Der Maschinenbau steht ganz klar am Scheideweg. Auf der einen Seite ist die Digitalisierung als Thema und Handlungsfeld endlich angekommen. Die Corona-Pandemie hat die Entwicklung um rund sechs Jahre beschleunigt. Und sie hat das Thema endlich auch in den Köpfen der Geschäftsführung verankert. Das ist ein wertvoller und wichtiger Schritt. Mittlerweile geht es bei der Digitalisierung des Vertriebs auch langfristig um die strategische Erhaltung und den Ausbau der eigenen Wettbewerbsfähigkeit.

Auf der anderen Seite ist der Nachholbedarf noch extrem hoch. Dass sich 58 Prozent der Befragten nicht ausreichend aufgestellt sehen, ist ein klares Alarmsignal.
Gleichzeitig sollten sich auch jene 42 Prozent, die sich beim Thema Digitalisierung gut gerüstet sehen, ihrer Sache nicht zu sicher sein. Digitalisierung ist extrem dynamisch und disruptiv. Mehr als in anderen Themenfeldern gilt die Erkenntnis, dass das Gefühl von Kontrolle dazu verleitet, den eingeschlagenen Weg nicht schnell und entschieden genug weiter zu gehen. Rasten und ausruhen sind keine Option.

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Wir brauchen Circular Economy für den E-Commerce. „The Box“ weist den Weg

Wir brauchen Circular Economy für den E-Commerce. „The Box“ weist den Weg

Thomas Reiner | 09.12.2020

Wir wünschen „The Box“ viel Erfolg. Denn der Verpackungsaufwand im E-Commerce ist gigantisch und er wird weiter steigen, wenn wir nicht gegensteuern. Es führt kein Weg daran vorbei, den Online-Versandhandel mit Kreislauf-Denken zu impfen. Intelligente Lösungen sind dafür unerlässlich und Digitalisierung wird den richtigen Schub geben. Der Ansatz von Livingpackets ist daher spannend und weist den Weg.


 

Das deutsch-französische Startup Livingpackets bringt mit „The Box“ ein intelligentes Mehrwegpaket auf den Markt, das Einweg-Pakete für den Online-Versandhandel ersetzen soll. Die Verpackung besteht aus Polypropylen, hat eine Internetverbindung samt zugehöriger App, eingebaute Sensoren, eine Kamera und ein digitales Display. Man kann „The Box“ nur Erfolg wünschen für ihren hochspannenden Ansatz, denn der Verpackungsaufwand im E-Commerce ist gigantisch und wir brauchen hier dringend kreislauffähige Lösungen.

„The Box“ kann nach Aussage seiner Entwickler bis zu 1.000 Mal wiederverwendet werden. Das schwarzgrüne Paket besteht aus geschäumten Polypropylen, wobei 98 Prozent des Gehäuses Luft sind und die restlichen 2 Prozent recycelter Kunststoff.

Über ein integriertes 4G-Modem und eine zughörige App lässt sich der Weg der Box in Echtzeit verfolgen. Eingebaute Sensoren und eine Kamera liefern zusätzlich Informationen zum Zustand des Paketinhalts und melden unautorisierte Öffnungsversuche. Ein digitales Display macht den Druck von Versandetiketten überflüssig. Ein am Paketboden verspanntes Netz und ein wiederverschließbares Schloss sollen Klebeband und Füllmaterial ersetzen.

Livingpackets veranschlagt zwei bis drei Euro pro Nutzung exklusive Porto. Verwender kaufen „The Box“ dabei nicht, sondern mieten sie in einem „Packaging-as-a-Service“-Modell.

Die Zielgruppe sind nach Aussage des Start-Ups Onlinehändler, die ihren Versand optimieren wollen. Ein Testlauf bei einem französischen Onlineshop habe gezeigt, dass die Packprozesse bis zu 30 Prozent beschleunigt werden könnten. Zuspruch für seine Lösung verspricht sich Livingpackets auch durch das positive, grüne Image, das Händler durch die Verwendung der nachhaltigen Versandverpackung aufbauen können.

Wir wünschen „The Box“ viel Erfolg. Denn der Verpackungsaufwand im E-Commerce ist gigantisch und er wird weiter steigen, wenn wir nicht gegensteuern. Es führt kein Weg daran vorbei, den Online-Versandhandel mit Kreislauf-Denken zu impfen. Intelligente Lösungen sind dafür unerlässlich. Der Ansatz von Livingpackets ist extrem spannend und weist einen Weg.

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Digitalisierung treibt Circular Economy: Coca-Cola-App belohnt Verbraucher fürs Recyceln

Foto-Quelle: Coca-Cola Österreich

Digitalisierung treibt Circular Economy: Coca-Cola-App belohnt Verbraucher fürs Recyceln

Thomas Reiner | 13.11.2020

Coca-Cola Österreich und der Entsorger Reclay launchen eine App, die Verbraucher belohnt, wenn sie ihre PET-Flaschen recyceln. Der geplante Launch ist ein gutes Beispiel dafür, wie Digitalisierung die Kreislaufwirtschaft befähigt. Die Initiative ist ein hilfreicher Schritt, um mehr Leakage zu stoppen und Kunststoffkreisläufe zu schließen. Ein Schritt, der auch Segmente jenseits der Getränkeflaschen erschließen könnte.


 

Coca-Cola Österreich und der Entsorger Reclay launchen eine App, die Verbraucher belohnt, wenn sie ihre PET-Flaschen recyceln. Der für den Jahresanfang 2021 geplante Launch ist ein gutes Beispiel dafür, wie Digitalisierung der Kreislaufwirtschaft auf die Sprünge helfen kann. Vor allem aber ist die Coca-Cola-Initiative ein hilfreicher Schritt bei dem alternativlosen Unterfangen, das Leakage zu stoppen und die Kunststoffkreisläufe zu schließen. Ein Schritt, der auch Segmente jenseits der Getränkeflaschen erschließen könnte.

Laut Laszlo Niklos, General Manager bei Coca-Cola Österreich, hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, bis 2030 eine Welt ohne Abfall zu schaffen und 100 Prozent seiner Verpackungen zurückzubekommen. Das geht nicht ohne aktive Mitwirkung der Konsumenten.

Mit Hilfe der „Recycle mich!“-App können Österreichische Verbraucher ab dem nächsten Jahr beim Sammelcontainer einchecken und danach einen Code unter dem Verschluss ihrer PET-Flasche scannen. Die korrekte Entsorgung bringt ihnen Punkte, die als Guthaben in der Gastronomie eingelöst werden können.

Coca-Cola und Entsorgungspartner Reclay schaffen mit ihrer Initiative Aufmerksamkeit und Bewusstsein für das Recycling beim Endverbraucher. Die Konsumenten werden motiviert und auf ihre aktive Rolle bei der Kreislaufwirtschaft hingewiesen. Ein weiteres Learning: Recycling lohnt sich, auch für den Verbraucher.

Initiativen wie die „Recycle mich!“-App helfen, das Leakage beim Kunststoff zu stoppen und den Kreislauf zu schließen. Die direkte Einbindung des Konsumenten ist dafür ein wichtiger Baustein. Coca-Cola Österreich und Reclay haben darüber hinaus erkannt, dass die Digitalisierung und die Verpackung als Media-Plattform hier neue, sehr wirkungsvolle Möglichkeiten bieten.

Spannend ist die Initiative auch aus einem weiteren Grund: Sie ist von ihrem Ansatz her nicht auf den Getränkebereich beschränkt. Sie könnte auch ein Weg für Segmente sein, in denen Pfandsysteme nicht ohne weiteres Anwendung finden.

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Nivea nutzt die Verpackung als Mediaplattform

Quelle: Beiersdorf

Nivea nutzt die Verpackung als Mediaplattform

Thomas Reiner | 29.10.2020

Die Verpackung positioniert sich innovativ als wirkungsmächtige und reichweitenstarke Werbeplattform. Als Mediaplattform verbindet sie ein attraktives, haptisches Erlebnis in der realen Welt mit den unendlichen Möglichkeiten der digitalen Welt. Sie bringt eine enorme Reichweite und viel Wirkung bei vergleichsweise geringen Kosten. Internet of Packing (IoP) ist der Motor und wird zunehmend eine Schlüsselrolle bei dieser Transformation spielen.


 

Beiersdorf geht neue Wege, um Verbraucher anzusprechen. Ein innovatives Produktpaket für die Marke Nivea ermöglicht Kunden einen Scan der Verpackung mit Google Lens*. Als Mehrwert winken Anwendungstipps und interaktives Entertainment. Geschickt nutzt Beiersdorf das Potential der Verpackung als Mediaplattform und hebt das Markenerlebnis auf eine neue Stufe. Die Verpackung positioniert sich innovativ als wirkungsmächtige und reichweitenstarke Werbeplattform. Das Internet of Packaging nimmt Form an.

Für eine Sonderausgabe des Nivea Men „Active Energy Wake-Up Sofort Effekt-Gel“ hat Beiersdorf in Kooperation mit Google ein innovatives Produktpaket entwickelt, das nach einem Scan der Packung mit Google Lens Anwendungstipps, Produktinformationen und eine interaktive Begegnung mit dem Schauspieler und Grimme-Preisträger Edin Hasanović bietet. Insgesamt haben Beiersdorf und Google drei verschiedene „Lens Experiences“ entwickelt.

Beiersdorf hebt das Markenerlebnis für sein Nivea-Produkt auf eine neue Ebene. Das Produktpaket bietet Mehrwerte für den Konsumenten und soll auch dem Einzelhandel neue Möglichkeiten eröffnen.

Eckstein und Möglichmacher des neuen Markenerlebnisses ist die Verpackung. Als Mediaplattform verbindet sie ein attraktives, haptisches Erlebnis in der realen Welt mit den unendlichen Möglichkeiten der digitalen Welt. Sie bringt eine enorme Reichweite und viel Wirkung bei vergleichsweise geringen Kosten. Mit diesen Vorzügen positioniert sich die Verpackung selbstbewusst und innovativ als Werbeplattform neben Social Media und traditioneller Werbung.

Beiersdorf hat die neuen Möglichkeiten der Verpackung erkannt und testet seinen Ansatz mit der Sonderedition auf das Alltagspotential. Unabhängig vom Ausgang wird sich das Potential der Verpackung als Mediaplattform durchsetzen.

Was damit entsteht, ist ein Internet of Packaging (IoP), das nicht nur das Markenerlebnis auf eine neue Stufe hebt, sondern auch in Bezug auf die Bindung und Aktivierung von Konsumenten und im Bereich Big Data die Antwort sein wird.

* Google Lens ist eine Bilderkennungstechnologie, die als Standard in Android-Kamera-Apps integriert und für iOS-Nutzer über die Google-App verfügbar ist.

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