Google Search offenbart: Der Druck auf Kunststoffverpackungen steigt weiter an

 

 

Google Search offenbart: 

Der Druck auf Kunststoffverpackungen steigt weiter an

Thomas Reiner | 14.02.2020

Der Suchbegriff „Plastic Waste“ legt auf Google eine rasante Karriere hin. Insbesondere seit Ende 2017 ist das Interesse am Thema Plastikmüll sprunghaft gestiegen. Im September 2019 erreichte der Suchbegriff bei Google den höchstmöglichen Wert von 100. Seit April 2019 liegt er konstant über der Marke von 70.

Mit dem Interesse am Thema Plastikmüll steigt entsprechend auch der Druck auf Verpackungen aus Kunststoff. Das geschieht auf globaler Basis, wie die geografische Verteilung der Suchanfragen zeigt.

Klar ist: Der Druck wird anhalten, bis es eine Lösung für das Problem gibt. Die Unternehmen der Branche müssen sich dem stellen. Der richtige Weg dazu:

  • Kommunizieren Sie ehrlich und offen mit den Verbrauchern und den Partnern der Wertschöpfungskette.
  • Finden Sie zusammen mit den geeigneten Partnern konkrete Lösungen für das Problem. Integrieren Sie Nachhaltigkeit in Ihre Unternehmenskultur und in ihre Prozesse. Sorgen Sie für ein wirklich kreislaufgerechtes Design Ihrer Verpackungen und kümmern Sie sich um den sicheren Strom in den richtigen Kreislauf.

Wir lieben den Austausch

Ich freue mich von Ihnen zu hören

14 + 2 =

Essbare Verpackung ist ein großer Schritt Richtung Nachhaltigkeit– Regionalität & Saisonalität sogar noch größer

 

 

Essbare Verpackung ist ein großer Schritt Richtung Nachhaltigkeit–

Regionalität & Saisonalität sogar noch größer

Thomas Reiner | 12.02.2020

Als erster Händler in Deutschland testet die Rewe Group den Einsatz von Coating für Obst und Feldfrüchte. Diese erhalten einen hauchdünnen, essbaren Überzug, der aus einem Mix natürlicher Stoffe wie beispielsweise Zuckerresten, Zellulose oder pflanzlichen Ölen besteht. Aufgetragen wird die Beschichtung durch Besprühen oder Eintauchen der Lebensmittel.

Die aufgetragene, natürliche Hülle reduziert die Zellatmung der Ernteerzeugnisse. Dafür wird das Coating so ausgelegt, dass es mehr Kohlendioxid als Sauerstoff passieren lässt. In den Früchten entsteht dadurch eine Art modifizierte Atmosphäre, in der die Ware länger frisch bleibt. Die verlängerte Qualität soll dazu beitragen, Verluste und Verschwendung von Lebensmitteln einzudämmen.

Das Coating ist ein interessanter neuer Verpackungsansatz. Rewe zeigt sich mit seiner Initiative kreativ und explorativ, was man grundsätzlich nur begrüßen kann. Noch konsequenter und letztlich nachhaltiger wäre es aber, das Problem an der Wurzel zu packen.

Wenn es gelingt, die Supply Chain zu beschleunigen, beispielsweise über mehr Regionalität und Saisonalität im Warenangebot, dann führt das zu einer „Entkoppelung“ von Haltbarkeit und Verpackungsaufwand. Was kürzer gelagert und transportiert werden muss, braucht weniger Schutz durch die Verpackung – aus welchem Material diese auch bestehen mag.

Wir lieben den Austausch

Ich freue mich von Ihnen zu hören

1 + 11 =

Wir müssen den PCR-Einsatz drastisch steigern! Coca-Cola ist auf dem richtigen Weg.

Quelle: The Coca-Cola Company

 

Wir müssen den PCR-Einsatz drastisch steigern! 

Coca-Cola ist auf dem richtigen Weg.

Thomas Reiner | 03.02.2020

Coca-Cola ersetzt seine konventionellen PET-Flaschen in Schweden durch Flaschen aus 100 Prozent recyceltem PET. Damit spart man nach Unternehmensangaben 3.500 Tonnen Virgin Plastic pro Jahr ein. Die CO2-Emissionen der Geschäftstätigkeit in Schweden sinken durch die Umstellung um 25 Prozent.

Für das Coca-Cola ist die Maßnahme in Schweden nur ein erster Schritt. Bis zum Jahr 2023 will man in ganz Westeuropa die Quote von 50 Prozent Recyclingmaterial bei Getränkeflaschen erreichen.

Es wird interessant sein, zu sehen, wie Coca-Cola dieses Ziel in den großen Märkten Westeuropas umsetzt. Immerhin stellt Schweden mit seinen rund 10 Millionen Einwohnern nur etwa 2 Prozent der Bevölkerung in der EU. Und entscheidend ist die Abdeckung der Hauptmärkte.

Wie auch immer: Coca-Cola beschreitet den richtigen Weg, gerade als – laut Greenpeace – „größter Erzeuger von Plastikmüll weltweit“. Denn es ist nicht damit getan, für eine Verpackung zu sorgen, die sich gut recyceln lässt. Sinn macht diese Maßnahme nur, wenn wir gleichzeitig den Einsatz von recyceltem Kunststoff drastisch erhöhen. Erst dann schließt sich der Kreislauf.

Wir lieben den Austausch

Ich freue mich von Ihnen zu hören

9 + 3 =

Getränkeverpackungen sind Hauptquelle für Mikroplastik in unserem Körper – Die Industrie muss proaktiv Lösungen suchen

Getränkeverpackungen sind Hauptquelle für Mikroplastik in unserem Körper:

Die Industrie muss proaktiv Lösungen suchen

Thomas Reiner | 28.01.2020

Nach der Diskussion über das Vorkommen von Mikroplastik im Ökosystem zeichnet sich ein nächstes, schlagzeilenträchtiges Thema ab: Mikroplastik im menschlichen Körper. Noch wird das konkrete Ausmaß der Risiken und Gefahren für unsere Gesundheit erforscht. Im Fokus stehen die Auslaugung von Kunststoffzusatzstoffen, die in den Partikeln enthalten sein können, sowie schädliche Mikroben.

Eines ist jedoch schon jetzt klar: Wer im Zentrum der Diskussionen stehen wird. Es ist die Getränkeverpackung aus Kunststoff. Denn sie ist die größte bisher detektierte Quelle von Mikroplastikpartikeln in unserem Körper.

Aktuelle Forschungen gehen davon aus, dass jeder Mensch pro Jahr mindestens 74.000 – 121.000 Mikroplastikpartikel über Getränke, Essen und die Luft aufnimmt. Das Flaschenwasser enthält auf der Basis von vier Studien durchschnittlich gut 94 Mikropartikel pro Liter. Auf dem zweiten Platz folgt Bier mit rund 32 Partikeln. Erst danach folgen Luft mit rund 10 und Leitungswasser mit rund 4 Mikropartikeln pro Liter.

Als Industrie bleibt uns nur ein Ausweg: Wir müssen proaktiv nach Lösungen suchen. Und wir müssen sofort damit anfangen. Denn das Thema hat ein gewaltiges, negatives Potential. Gelangt es erst einmal an die breitere Öffentlichkeit und in die Social Media, wird es nicht mehr steuerbar sein.

Aber wie fängt man das an? Auf jeden Fall mit einem konsequenten Issue Management. Und mit den richtigen Partnern.

Wir lieben den Austausch

Ich freue mich von Ihnen zu hören

1 + 10 =