Mehrweg & Nachfüllpackungen sind im Kommen

 

 

Mehrweg & Nachfüllpackungen sind im Kommen

Thomas Reiner | 26.06.2020

Das deutsche Kosmetikunternehmen „Rituals“ entwickelt für seine Produkte umweltfreundliche Nachfüllpackungen. Bereits umgesetzt wurde der Verpackungsrelaunch für Körpercremes, Hautpflegeprodukte, Duftstäbchen, Handseifen und Autoparfüms. Weitere Produkte sollen folgen. Bereits jetzt stehen die Nachfüllpackungen für rund 25 Prozent des Umsatzes bei den wichtigsten Produktkategorien.

Nachfüll- und Mehrwegverpackungen stehen nicht nur bei Rituals hoch im Kurs. Sie sind allgemein im Kommen und versprechen deutliche Nachhaltigkeitsvorteile. So lässt sich laut einer Studie des LCA-Centre durch den Kauf von Nachfüllpackungen die CO2-Belastung um bis zu 70 Prozent, der Energieeinsatz um bis zu 65 Prozent und der Wasserverbrauch um bis zu 45 Prozent senken.

Vorbildlich ist der fundierte ökobilanzielle Ansatz von Rituals bei der Wahl des optimalen Verpackungsmaterials. Das Unternehmen lässt 100 Prozent seiner Packungen von unabhängigen Experten gemäß der LCA-Methode (Life-Cycle-Analyse) prüfen. So kann es die Umweltverträglichkeit der Materialien bestimmen, mögliche Alternativen rational abwägen und eine fundierte Entscheidung treffen.

Für den Nachhaltigkeitsvorteil durch umweltfreundliche Nachfüllpackungen müssen aber auch neue Herausforderungen bei der Packungsgestaltung gemeistert werden. Denn die neuen oder veränderten Materialien mit ihren jeweils spezifischen Eigenschaften führen zu Einschränkungen in der Gestaltung. Eine spannende Aufgabe, die nur im Team von Ingenieuren und Designern gelöst werden kann.

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Covid-19 beschleunigt die Circular Economy, ein zentraler Baustein des Wiederaufbaus der EU

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Covid-19 beschleunigt die Circular Economy, ein zentraler Baustein des Wiederaufbaus der EU

Thomas Reiner | 18.06.2020

Ende Mai 2020 hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag für einen umfassenden Aufbauplan vorgestellt. Für die Maßnahme „Next Generation EU“ werden 750 Milliarden Euro mobilisiert. Darüber hinaus wird der langfristige EU-Haushalt 2021-2027 auf insgesamt 1,85 Billionen Euro erhöht.

Die für „Next Generation EU“ bereitgestellten Mittel fließen auch in den europäischen „Green Deal“, der unter anderem auf eine Stärkung der Kreislaufwirtschaft zielt – mit positiven Folgen für Ökonomie und Ökologie. Die Circular Economy wird im Rahmen der Maßnahme zu einem zentralen Baustein des Wiederaufbaus der EU.

Ökonomie: Der verstärkte Ausbau der Kreislaufwirtschaft soll bis zu 1 Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen. Nach Berechnungen von McKinsey und der Ellen MacArthur Foundation können über den Ausbau der Kreislaufwirtschaft in Europa bis zum Jahr 2030 sogar bis zu 1,8 Billionen Euro an neuen gesamtwirtschaftlichen Möglichkeiten erschlossen werden.

Ökologie: Neben den ökonomischen Vorteilen bringt das Paket auch ökologische Fortschritte. Dazu gehören beispielsweise reduzierte CO2-Emissionen und eine Absenkung der unerwünschten Einträge von gebrauchten Verpackungen in die Umwelt (Littering). Weltweit könnte eine konsequent ausgebaute Kreislaufwirtschaft die Kohlendioxidemissionen um rund 3,6 Milliarden Tonnen pro Jahr senken.

Aktuell beschäftigen sich große Teile der Gesellschaft und der Industrie vor allem mit Covid-19 und der Corona-Pandemie. Gleichzeitig jedoch nimmt das Thema Circular Economy gewaltig Fahrt auf – und wird gestärkt aus der Krise hervorgehen.

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Experten-Umfrage: Corona treibt die Digitalisierung in der Verpackungsindustrie

Experten-Umfrage: Corona treibt die Digitalisierung in der Verpackungsindustrie

Thomas Reiner | 12.06.2020

Berndt+Partner führt regelmäßig Experten-Interviews mit Führungskräften aus Unternehmen der Verpackungsindustrie durch. Unsere jüngste Befragung unter 40 Entscheidern zum Thema Digitalisierung brachte spannende Ergebnisse und zeigt klare Trends.

Übergreifend lässt sich eine starke Forcierung der digitalen Transformation feststellen. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Forcierung aus der Not heraus geboren wurde. Die aktuelle Corona-Krise zwingt zum Handeln. Neue Wege mussten gefunden, Entscheidungen und Investitionen mussten beschleunigt werden.

Dabei zeichnen sich drei wichtige Trends ab:

Interne Kommunikation
Motor dieses Trends ist die durch die Corona-Pandemie notwendig gewordene, vermehrte Arbeit im Home-Office. In der Konsequenz führt dies zur Einführung digitaler Kommunikationstools und -infrastruktur, die für den internen Austausch und die interne Kommunikation genutzt wird.

Marktkommunikation
Auch die externe Kommunikation über digitale Kanäle steigt. Meetings, Projekte, Messen und Preisverhandlungen laufen vermehrt über internetbasierte Dienste.

Service und Produkte
Die Akzeptanz zur digitalen Produktabnahme steigt, insbesondere im Bereich des Maschinenbaus. Gleichzeitig werden digitale Services forciert, beispielsweise im Bereich Maintenance.

Was sich auch zeigt: Gerade in einer Zeit, in der eine Notlage zu raschen Entscheidungen zwingt, profitieren jene, die schnell entscheiden und entsprechende Risiken in Kauf nehmen können. Wer trotz der Risiken zügig unternehmerische Entscheidungen trifft, wird langfristig davon profitieren und erfolgreich sein.

Unübersehbar zeigt unsere Experten-Befragung auch, dass es insgesamt einen signifikanten Bewusstseinswechsel hin zur Digitalisierung gibt. Ein Wechsel, der Folgen haben wird. Denn das neue Bewusstsein wird den laufenden Digitalisierungsprozess weiter verstärken und zu andauernden Investitionen in IT führen, zu mehr Service- und Prozessinnovationen und nicht zuletzt zum Start von Digital-Projekten, die beispielsweise nach neuen Geschäftsmodellen suchen.

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Corona treibt das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit bei Konsumenten

 

 

Corona treibt das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit bei Konsumenten

Thomas Reiner | 05.06.2020

Wer dachte, mit der Corona-Pandemie würden die Themen Nachhaltigkeit und Littering von der Agenda verschwinden, muss umdenken. Was wir schon früher im Jahr prognostiziert haben, bestätigt sich in einer aktuellen Studie von Accenture: Die Corona-Krise wird zum Treiber des Nachhaltigkeitsbewusstseins bei den Konsumenten.

In der Studie befragte Accenture zwischen dem 2. und 6. April mehr als 3.000 Verbraucher in 15 Ländern. Im Fokus der Studie stand die Frage, wie die Corona-Krise Prioritäten, Kaufentscheidungen und Verhaltensmuster der globalen Verbraucher verändert.

Das Ergebnis: Covid-19 wird das Verbraucherverhalten dauerhaft verändern. 54% der Konsumenten gaben an, dass sie beim Einkaufen nachhaltigere Entscheidungen treffen und dies auch weiterhin tun wollen.

Die Themen Nachhaltigkeit und Littering werden vor diesem Hintergrund nicht verschwinden. Im Gegenteil werden sie nach der Krise noch bedeutender sein, als vorher.

Die Folge: Stakeholder müssen sich dem Thema Nachhaltigkeit verstärkt widmen. Und sie müssen es ganzheitlich angehen. Das Schließen der Kreisläufe, speziell für Kunststoff, steht dabei ganz oben auf der Agenda. Hier ist schon viel in Bewegung geraten, aber noch ziehen nicht alle mit.

Wichtig auch: Das Schließen der Kreisläufe ist unverzichtbar, aber kein Allheilmittel. Wirklich erfolgreich können wir nur sein, wenn wir Nachhaltigkeit ganzheitlich angehen und die vielen oft heterogenen Anforderungen auf ökologischer, ökonomischer und sozialer Ebene mit einbeziehen.

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Weniger E-Commerce als erwartet während Coronakrise, trotz hoher Nachfrage

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Weniger E-Commerce als erwartet während Coronakrise, trotz hoher Nachfrage

Thomas Reiner | 27.05.2020

Es mag erstaunen, dass die Zahl der Online-Käufe unter den Erwartungen liegt. Gerade in Zeiten von Corona hätte man einen dynamischen Anstieg erwartet. Und den gibt es auch, beispielsweise bei der Zahl der Online-Erstkäufer.

Wie das INNOFACT Corona Handelstracking aus der 16. Kalenderwoche im April 2020 zeigt, machen die Erstkäufer speziell in den Segmenten Baumarkt, Getränke, Lebensmittel und Drogerieprodukte einen nicht unerheblichen Teil aller Online-Käufer aus.

Wenn die Gesamtzahlen des E-Commerce trotzdem unter den Erwartungen liegen, liegt das an einem Performanceproblem des Systems.
Als Gründe für Nicht-Käufe trotz Kauf-Interesses nennen die Befragten des Handelstrackings beispielsweise:

– Zu lange Lieferzeiten (30 %)
– Bedenken gegenüber den Lieferkosten (27 %)
– Mangelnde Verfügbarkeit der gewünschten Produkte (18 %)

Die Bereitschaft für E-Commerce unter den Verbrauchern ist hoch. Aber das System war nicht vorbereitet. Wo Ware nicht verfügbar ist oder sich die Lieferung zieht, kann der Kaufwunsch nicht Wirklichkeit werden.

Wir können davon ausgehen, dass die Kette ihre Hausaufgaben machen. Sie werden in Zukunft besser auf dynamisch steigendes Käuferinteresse vorbereitet sein. Der E-Commerce wird gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen.

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