Paperization: Kraft Heinz bringt Becher auf Faserbasis für die Mikrowelle

Bildquelle: Envato Elements

 

Paperization: Kraft Heinz bringt Becher auf Faserbasis für die Mikrowelle

Die Substitution von Kunststoff durch Papier ist ein Big Player in der laufenden Revolution des Verpackungsmarktes. Im Fokus der Paperization stehen die Themen Klima und Kreislauf. Auch der neue, faserbasierte, recycel- und kompostierbare Becher für die Mikrowelle von Kraft Heinz legt Zeugnis davon ab. Dass sich hier ein echtes Branchenschwergewicht auf den Weg macht, hat Aussagekraft.


 

Der weltweite Shift zur Substitution von Kunststoff durch Papier ist nicht nur ungebrochen, er ist disruptiv. Papier dringt dabei weiter in Marktbereiche vor, die bisher eine reine Domäne des Kunststoffs waren. Besonders auffällig ist das im Bereich der Rigid-Verpackungen.

Im Fokus dieser Entwicklung stehen aktuell vor allem die Aspekte Klima und Kreislauf. Gerade hier schauen Marken, wo sich Vorteile generieren lassen. Und da kommt Papier, speziell wenn es bisher verwendeten Kunststoff ersetzt, gerade recht.

Das aktuelle Beispiel eines faserbasierten, recycel- und kompostierbaren Bechers für die Mikrowelle, der zudem das Kunststoffetikett durch Direktdruck ersetzt, ist ein weiterer Beleg für diese Entwicklung. Besonders spannend ist, dass sich mit Kraft Heinz ein echtes Schwergewicht auf den Weg macht. Das zeigt, wie groß das Thema auf globaler Ebene schon geworden ist.

 

Der Kraft Mac & Cheese Becher

  • Die Verpackung ist der erste recycelbare Becher auf Faserbasis für die Mikrowelle im Markenportfolio von Kraft Heinz.
  • Er wird aktuell getestet und soll im Laufe des Jahres 2021 für die neue Sorte „Kraft Mac & Cheese Shapes“ in die Regale kommen.
  • Der Becher erhält dafür auch ein neues Design.
  • Nach Unternehmensangaben wird der Becher recycelbar und (industriell) kompostierbar sein.
  • Im Zuge der Kunststoffreduktion wird auch das bisher verwendete Etikett entfallen. Stattdessen wird digitale Direktdrucktechnologie zum Einsatz kommen.
  • Konkrete Recyclinghinweise auf dem Becher sollen die korrekte Entsorgung der Verpackung für Verbraucherinnen und Verbrauchern transparent und einfach machen.
  • Der neue Becher ist Teil des Kraft-Heinz-Commitments, bis 2025 zu 100 Prozent recycelbare, wiederverwendbare oder kompostierbare Verpackungen zu verwenden.

 

Paperization, Klima, Kreislauf

Der Bereich der Rigid-Verpackungen ist ein Schwerpunkt der Paperization. Die Substitution von Kunststoff durch Papier läuft hier aus zwei Gründen besonders schnell:

  1. Die Verpackung gewinnt durch den Einsatz des Fasermaterials an Recyclingfähigkeit.
  2. Rigis haben, anders als Flexibles, einen recht hohen Kunststoffanteil. Seine Substitution verspricht einen entsprechend hohen Klimaeffekt.

 

Lösung für disruptive Zeiten?

Bei Berndt & Partner denken wir, dass jedes Material seine Berechtigung hat. Man kann nicht alles auf eine einzige Lösung herunterbrechen. Die Diversität und Vielzahl an Produkten, Segmenten und Märkten schaffen unterschiedliche Bedingungen, für die jeweils eine eigene, optimale Antwort gefunden werden muss.

Davon unabhängig zeigt das Beispiel von Kraft Heinz, wie wichtig das Thema inzwischen geworden ist. Die Entwicklung ist disruptiv und Paperization ein Big Player bei der laufenden Revolution des Verpackungsmarktes.

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Quelle: Ritter-Sport

 

Wo Nachhaltigkeit und Produktschutz aufeinanderprallen.

Ritter Sport verpackt Schokolade in Papier

Thomas Reiner | 23.07.2021

Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG stellt nun unter der Marke Ritter Sport erstmals eine zu 100 Prozent in Papier verpackte Schokoladentafel vor. Dabei ersetzt ein laut dem Unternehmen neu entwickeltes „Spezialpapier“ die bislang verwendete, bereits recycelbare Monomaterial-Kunststofffolie.

Die Aktion ist vorerst auf 1.500 Tafeln beschränkt, für die sich Konsumenten als Tester bewerben konnten. Weitere Tafeln wurden in den beiden Flagship-Stores verkauft. Ein QR-Code auf der Verpackung führt zu einem kurzen Fragebogen, mit dem die Verbraucher ihr Feedback zur Verpackung abgeben können.

Ritter Sport testet auf diese Weise die Alltagstauglichkeit seiner Verpackungsinnovation – und nimmt die bereits vermuteten Schwierigkeiten beim Einsatz von Papierverpackungen für fettige Produkte unter die Lupe des Konsumentenalltags.

Die Frage, ob die Papierverpackung am Ende besser sei, als die vorher eingesetzte Kunststofffolie, beantwortet Ritter Sport in seinem Blog mit einem eindeutigen JEIN.

Dieses Jein ist die Antwort auf einen Konflikt zwischen dem Anspruch auf Nachhaltigkeit durch Substitution von Kunststoff auf der einen Seite und der zwingenden Notwendigkeit von Lebensmittelsicherheit und Haltbarkeit auf der anderen Seite.

Der Konflikt bezeichnet auch die großen Hürden, denen sich die Papierindustrie gegenübersieht. Wie lässt sich die Nachhaltigkeit des Materials mit dem unverzichtbaren Produktschutz verschmelzen?

Wie das Ritter Sport – „Spezialpapier“ genau funktioniert, möchte man beim Unternehmen noch nicht sagen. Es ist aber davon ausgehen, dass vor allem eine aufgebrachte Beschichtung das Papier zum „Spezialpapier“ macht.

Aber selbst wenn technische Fragen offenbleiben: Der Test von Ritter Sport ist spannend. Nicht zuletzt, um zu erkunden, wie der Konsument das Ergebnis in der Praxis beurteilt.

LINK:
Ritter Sport Blog (nur auf Deutsch): https://www.ritter-sport.de/blog/2020/01/23/in-papier-ein-meilenstein/

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Wo Nachhaltigkeit und Produktschutz aufeinanderprallen.

Ritter Sport verpackt Schokolade in Papier

Thomas Reiner | 24.03.2020
Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG stellt nun unter der Marke Ritter Sport erstmals eine zu 100 Prozent in Papier verpackte Schokoladentafel vor. Dabei ersetzt ein laut dem Unternehmen neu entwickeltes „Spezialpapier“ die bislang verwendete, bereits recycelbare Monomaterial-Kunststofffolie.

Die Aktion ist vorerst auf 1.500 Tafeln beschränkt, für die sich Konsumenten als Tester bewerben konnten. Weitere Tafeln wurden in den beiden Flagship-Stores verkauft. Ein QR-Code auf der Verpackung führt zu einem kurzen Fragebogen, mit dem die Verbraucher ihr Feedback zur Verpackung abgeben können.

Ritter Sport testet auf diese Weise die Alltagstauglichkeit seiner Verpackungsinnovation – und nimmt die bereits vermuteten Schwierigkeiten beim Einsatz von Papierverpackungen für fettige Produkte unter die Lupe des Konsumentenalltags.

Die Frage, ob die Papierverpackung am Ende besser sei, als die vorher eingesetzte Kunststofffolie, beantwortet Ritter Sport in seinem Blog mit einem eindeutigen JEIN.

Dieses Jein ist die Antwort auf einen Konflikt zwischen dem Anspruch auf Nachhaltigkeit durch Substitution von Kunststoff auf der einen Seite und der zwingenden Notwendigkeit von Lebensmittelsicherheit und Haltbarkeit auf der anderen Seite.

Der Konflikt bezeichnet auch die großen Hürden, denen sich die Papierindustrie gegenübersieht. Wie lässt sich die Nachhaltigkeit des Materials mit dem unverzichtbaren Produktschutz verschmelzen?

Wie das Ritter Sport – „Spezialpapier“ genau funktioniert, möchte man beim Unternehmen noch nicht sagen. Es ist aber davon ausgehen, dass vor allem eine aufgebrachte Beschichtung das Papier zum „Spezialpapier“ macht.

Aber selbst wenn technische Fragen offenbleiben: Der Test von Ritter Sport ist spannend. Nicht zuletzt, um zu erkunden, wie der Konsument das Ergebnis in der Praxis beurteilt.

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Wiederverwendung: Digital macht Kreislaufwirtschaft möglich

Quelle: Envato Elements

 

Wiederverwendung: Digital macht Kreislaufwirtschaft möglich

Thomas Reiner | 13.07.2021

Das Start-up Good Goods startet in New York mit einem Incentive-getriebenen Pfandsystem für Weinflaschen. Dazu wird der Barcode der Flasche gescannt und ein QR-Code an das Smartphone des Kunden gesendet. Beim nächsten Weinkauf kann dieser Code für einen Rabatt von 2 Dollar eingesetzt werden. Systeme für Wiederverwendung sind als zentraler Punkt von Verpackungsstrategien stark im Kommen. Möglich macht es die Digitalisierung.


 

In New York startet dieses Jahr ein neues Incentive-getriebenes Pfand-Programm zur Wiederverwendung von Weinflaschen. Das Start-up Good Goods will Kunden damit ermutigen, ihre Good Goods-kompatiblen Weinflaschen an der Verkaufsstelle zurückzugeben. Als Gegenleistung erhalten sie einen 2-Dollar-Rabatt auf ihren nächsten Weinkauf.

Die Aktion läuft über Bar- und QR-Codes sowie das Smartphone der Kunden. Sie zeigt zum einen, dass Wiederverwendungssysteme vermehrt auf den Markt kommen. Das ist nicht verwunderlich, da sie in der Verpackungsdesign-Strategie vieler Marken eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Zum anderen zeigt das Beispiel, dass die digitale Transformation zu einem bedeutsamen Treiber der Kreislaufwirtschaft geworden ist. Tendenz steigend.

 

Die Good Goods Initiative

  • Durch das Scannen des Barcodes der leeren Weinflasche wird bei der Rückgabe ein QR-Code an das Smartphone des Kunden gesendet, der ihm einen Rabatt von 2 US-Dollar auf seinen nächsten Weinkauf gewährt.
  • Derzeit nehmen die New Yorker Einzelhändler Henry’s Wine and Spirits, Gotham Wine and Liquor, The Gilded Grape und The Natural Wine Company an dem Programm teil. Das Start-up plant, sein Modell bis Ende 2021 landesweit auszurollen.
  • Entwickelt wurde das neue, Incentive-getriebene Pfandprogramm von Zach Lawless, dem Gründer des mit wiederverwendbaren Behältern arbeitenden Verkaufsautomaten „Fresh Bowl“.
  • Für die teilnehmenden Händler ergeben sich Mehrwerte insbesondere durch die Möglichkeit, personalisierte Angebote für Kunden bereitstellen zu können. Nützlich ist aber auch der Performanceabgleich mit den Erfolgszahlen der anderen, angeschlossenen Händler.
  • Laut Good Goods-Daten performen standardisierte Flaschen gut im Verkauf der Programmteilnehmer.

 

Hintergründe

Inspiriert wurde das Start-up Good Goods vom Europäischen Modell der Mehrwegflaschen und dem Incentive-getriebenen Pfandsystem. Dass man sich für den Weinmarkt als Ausgangspunkt der Initiative entschieden hat, liegt an der besonders großen Zahl standardisierter Flaschen in diesem Segment.

Jährlich werden weltweit rund 4,3 Milliarden Weinflaschen verkauft. New York ist innerhalb der USA der drittgrößte weinproduzierende Staat. Bisher gab es hier einzig einen Single-Waste-Verkauf. Das soll sich nun ändern.

 

Digital bringt Mehrwert für Mehrweg

Ob und in welchem Ausmaß Good Goods mit seiner Aktion Erfolg haben wird, ist nicht ausgemacht. Unabhängig davon bleibt der Gedankenansatz richtig.

In den Verpackungsstrategien vieler Brands nehmen Modelle für Mehrweg und Wiederverwendung eine zunehmend wichtige Rolle bei der Etablierung von Kreislaufwirtschaft ein. Speziell die Möglichkeiten der digitalen Transformation erlauben es, neu über Mehrweg und Wiederverwendung nachzudenken. Digital wird auch in diesem Bereich zum Möglichmacher von Circular Economy.

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Wo Nachhaltigkeit und Produktschutz aufeinanderprallen.

Ritter Sport verpackt Schokolade in Papier

Thomas Reiner | 24.03.2020
Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG stellt nun unter der Marke Ritter Sport erstmals eine zu 100 Prozent in Papier verpackte Schokoladentafel vor. Dabei ersetzt ein laut dem Unternehmen neu entwickeltes „Spezialpapier“ die bislang verwendete, bereits recycelbare Monomaterial-Kunststofffolie.

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Ritter Sport testet auf diese Weise die Alltagstauglichkeit seiner Verpackungsinnovation – und nimmt die bereits vermuteten Schwierigkeiten beim Einsatz von Papierverpackungen für fettige Produkte unter die Lupe des Konsumentenalltags.

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Wo Nachhaltigkeit und Produktschutz aufeinanderprallen.

Ritter Sport verpackt Schokolade in Papier

Thomas Reiner | 24.03.2020
Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG stellt nun unter der Marke Ritter Sport erstmals eine zu 100 Prozent in Papier verpackte Schokoladentafel vor. Dabei ersetzt ein laut dem Unternehmen neu entwickeltes „Spezialpapier“ die bislang verwendete, bereits recycelbare Monomaterial-Kunststofffolie.

Die Aktion ist vorerst auf 1.500 Tafeln beschränkt, für die sich Konsumenten als Tester bewerben konnten. Weitere Tafeln wurden in den beiden Flagship-Stores verkauft. Ein QR-Code auf der Verpackung führt zu einem kurzen Fragebogen, mit dem die Verbraucher ihr Feedback zur Verpackung abgeben können.

Ritter Sport testet auf diese Weise die Alltagstauglichkeit seiner Verpackungsinnovation – und nimmt die bereits vermuteten Schwierigkeiten beim Einsatz von Papierverpackungen für fettige Produkte unter die Lupe des Konsumentenalltags.

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Wie das Ritter Sport – „Spezialpapier“ genau funktioniert, möchte man beim Unternehmen noch nicht sagen. Es ist aber davon ausgehen, dass vor allem eine aufgebrachte Beschichtung das Papier zum „Spezialpapier“ macht.

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Game Changer: Erneuerbare Kunststoffe aus Feedstock der 2. Generation

Quelle: Arthur Pereira | Unsplash

 

Game Changer: Erneuerbare Kunststoffe aus Feedstock der 2. Generation

Thomas Reiner | 07.07.2021

Beiersdorf setzt ab sofort in fast 30 Ländern rund um die Welt Verpackungen aus zertifiziertem, erneuerbarem Polypropylen (PP) für Teile seines Nivea-Portfolios ein. Als Rohstoffbasis dient mit zertifiziertem Tallöl ein nachwachsender Feedstock der zweiten Generation. Damit geht Beiersdorf den richtigen Weg! Denn der Einsatz erneuerbarer Rohstoffe wird neben dem PCR-Einsatz zum Game Changer bei der Etablierung der Circular Economy werden.


 

Seit diesem Monat setzte Beiersdorf in nahezu 30 Ländern rund um die Welt für die Gesichtspflegeprodukte der Nivea Natural Balance-Serie auf Verpackungen aus zertifiziertem, erneuerbarem Polypropylen (PP). Damit wählt das Unternehmen einen richtigen und zukunftsweisenden Ansatz. Denn der Einsatz erneuerbarer Rohstoffe wird neben dem Einsatz von PCR zum Game Changer bei der Etablierung der Kreislaufwirtschaft werden. Dass diese Entwicklung schneller vonstattengeht, als gemeinhin erwartet wurde, lässt aufhorchen.

Was den Schritt von Beiersdorf besonders hervorstechen lässt, ist die Verwendung eines nachwachsenden Rohstoffes der zweiten Generation. Das Material stammt aus dem, Trucircle-Portfolio von Sabic und wird aus Tallöl gewonnen. Dass ein Big Player wie Beiersdorf das Thema Renewables nicht nur angeht, sondern gleich konsequent zu Ende denkt, kann man nur begrüßen.

 

Rohstoff Tallöl

  • Ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Rohstoffs und des Lieferanten war für Beiersdorf das sogenannte „Feedstock-Konzept“.
  • Tallöl ist ein Feedstock der zweiten Generation und Nebenprodukt der Forstwirtschaft. Anders als beispielsweise bei Bio-Kunststoffen auf der Basis von Zuckerrohr oder Mais ist der Rohstoff keine Nahrungsquelle.
  • Seine Ökobewertung basiert auf dem Prinzip der Massenbilanzierung in Übereinstimmung mit dem International Sustainability & Carbon Certification (ISCC PLUS) Schema.
  • Tallöl ersetzt Rohöl und wird nach dem Prinzip der Massenbilanzierung in den Herstellungsprozess integriert, ohne dass ein eigener Produktionsdurchlauf aufgesetzt werden muss.

 

Verpackungsstrategie bei Beiersdorf

Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 50 Prozent weniger erdölbasiertes Neuplastik einzusetzen. Außerdem sollen alle Verpackungen bis dahin wiederverwendbar, wiederbefüllbar oder recyclingfähig sein.

 

Game Changer

Welche zentrale Bedeutung der Einsatz von Post Consumer Recycled Plastics für die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft hat, ist inzwischen fast allen Stakeholdern angekommen. Denkt man die Sache konsequent zu Ende, muss sich der Blick auch auf die Quelle des Virgin-Rohstoffs liegen.

Nachwachsender Quellen sind nur dann wirklich nachhaltig, wenn sie nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen. Die Verwendung sogenannter Feedstocks der zweiten Generation wird ein Game Changer! Das diese Entwicklung so schnell konkret wird und dann auch gleich global ausgerollt wird, ist eine große und positive Erkenntnis.

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Wo Nachhaltigkeit und Produktschutz aufeinanderprallen.

Ritter Sport verpackt Schokolade in Papier

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Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG stellt nun unter der Marke Ritter Sport erstmals eine zu 100 Prozent in Papier verpackte Schokoladentafel vor. Dabei ersetzt ein laut dem Unternehmen neu entwickeltes „Spezialpapier“ die bislang verwendete, bereits recycelbare Monomaterial-Kunststofffolie. Die Aktion ist vorerst auf 1.500 Tafeln beschränkt, für die sich Konsumenten als Tester bewerben konnten. Weitere Tafeln wurden in den beiden Flagship-Stores verkauft. Ein QR-Code auf der Verpackung führt zu einem kurzen Fragebogen, mit dem die Verbraucher ihr Feedback zur Verpackung abgeben können. Ritter Sport testet auf diese Weise die Alltagstauglichkeit seiner Verpackungsinnovation – und nimmt die bereits vermuteten Schwierigkeiten beim Einsatz von Papierverpackungen für fettige Produkte unter die Lupe des Konsumentenalltags. Die Frage, ob die Papierverpackung am Ende besser sei, als die vorher eingesetzte Kunststofffolie, beantwortet Ritter Sport in seinem Blog mit einem eindeutigen JEIN. Dieses Jein ist die Antwort auf einen Konflikt zwischen dem Anspruch auf Nachhaltigkeit durch Substitution von Kunststoff auf der einen Seite und der zwingenden Notwendigkeit von Lebensmittelsicherheit und Haltbarkeit auf der anderen Seite. Der Konflikt bezeichnet auch die großen Hürden, denen sich die Papierindustrie gegenübersieht. Wie lässt sich die Nachhaltigkeit des Materials mit dem unverzichtbaren Produktschutz verschmelzen? Wie das Ritter Sport – „Spezialpapier“ genau funktioniert, möchte man beim Unternehmen noch nicht sagen. Es ist aber davon ausgehen, dass vor allem eine aufgebrachte Beschichtung das Papier zum „Spezialpapier“ macht. Aber selbst wenn technische Fragen offenbleiben: Der Test von Ritter Sport ist spannend. Nicht zuletzt, um zu erkunden, wie der Konsument das Ergebnis in der Praxis beurteilt. LINK: Ritter Sport Blog (nur auf Deutsch): https://www.ritter-sport.de/blog/2020/01/23/in-papier-ein-meilenstein/

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Ritter Sport verpackt Schokolade in Papier

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White Paper: Disruptive Nachhaltigkeits-Welle rollt an.

 

 

White Paper: Disruptive Nachhaltigkeits-Welle rollt an.

Thomas Reiner | 31.05.2021

Auf die Verpackungsindustrie rollt ein Nachhaltigkeits-Tsunami zu – und die wenigsten sind darauf vorbereitet. Ein neues White Paper von Berndt+Partner Consultants beschreibt das Szenario, die treibenden Kräfte, die revolutionären Folgen und zeigt Lösungswege. Es ist eine warnende Stimme, die gehört werden sollte, denn ein Großteil der Branche ist unvorbereitet. Dabei sind nicht nur die Risiken, sondern auch die Chancen historisch.


 

Die Verpackungsindustrie steht vor einer Revolution – und die wenigsten sind darauf vorbereitet. Die augenblickliche Situation erinnert einem an einen Tsunami, dessen Schauspiel viele Betrachter fasziniert aber tatenlos in den Bann zieht. Das ist fatal. Denn wenn die Welle das Land erreicht, ist es zum Handeln längst zu spät.

Das neue White Paper von Berndt+Partner Consultants ist eine warnende Stimme. Es beschreibt die Wucht und die Ursachen der Nachhaltigkeits-Revolution. Es deckt über eine Umfrage unter Führungskräften die mangelnde Vorbereitung der Branche auf. Und es zeigt Wege, von der historische Chance des disruptiven Wandels zu profitieren. Denn jede Revolution bringt (wenige) Sieger und (viele) Verlierer hervor. Wer zu den Gewinnern zählen will, muss jetzt handeln!

 

B+P Nachhaltigkeits-White Paper: 10 Thesen für 100 % Zukunft

Die zehn Thesen des neuen White Paper von B+P Consultants beruhen auf einer intensiven Marktbeobachtung und der Erfahrung von 45 Jahren Nachhaltigkeitsarbeit. Um die aktuelle Situation der Branche präzise bewerten zu können, wurden im Vorfeld 270 Führungskräfte der Branche zu ihren Aktivitäten und Einschätzungen im Bereich Nachhaltigkeit befragt.

 

Die zehn Thesen des White Papers:

  • Der Green Deal der EU zwingt zu einem radikalen Umdenken auf allen Ebenen. Die Verpackungsindustrie steht vor weitreichenden Umbrüchen.
  • Nachhaltigkeit schlägt Wellen. Die Dritte schlägt alles.
  • Der Green Deal ist für Europa eine Revolution und macht Nachhaltigkeit zur Institution.
  • Wachsamkeit für die Umwelt schafft Wachstum für die Wirtschaft.
  • Der Verpackungsmarkt steht vor einem radikalen Wandel, der das Packaging revolutioniert.
  • Regulierungen zwingt man nicht in Lockdowns, sondern sie zwingen zum Handeln.
  • Die Big Player machen das Spiel – und immer mehr machen mit.
  • Die Zukunft ist kein Zufall, sondern Ergebnis einer klaren Strategie.
  • Verpackungen mit Visionen: Die Strategien münden bereits in konkreten Lösungen.
  • Innovation ist kein Einzelkampf, sondern intelligentes Teamplay.
  • Den Unterschied macht der, der jetzt die Chance ergreift und den Vorsprung sichert.

 

Nachhaltigkeit ist keine Kür, sondern Pflicht

Die Industrie unterschätzt das Ausmaß der Entwicklungen noch immer. Und sie überschätzt gleichzeitig ihre eigenen Vorbereitungen. Das ist keine gute Kombination. Die gute Nachricht lautet: Man kann sein Schicksal in die eigene Hand nehmen. Niemand ist zum Zuschauen verurteilt. Wer zu den Gewinnern des Wandels gehören will, darf jetzt allerdings keine Zeit verlieren.

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Smart Packaging: Das digitale Wunderkind bringt Wachstumschancen.

 

 

Smart Packaging: Das digitale Wunderkind bringt Wachstumschancen.

Thomas Reiner | 18.05.2021

Eine neue, quantitative Marktforschung prognostiziert für Smart Packaging ein Wachstum von 4,15 Prozent (CAGR) im Zeitraum 2021-2026. Die Hauptgründe sind verlängerte Haltbarkeiten für Lebensmittel und Convenience-Vorteile für Konsumenten. Neben Nachhaltigkeit bietet also auch Digitalisierung große Chancen in einem dynamisch wachsenden Markt, der nach kundenfreundlichen Lösungen sucht.


 

Neueste Prognosen einer quantitativen Marktforschung von „Research and Markets“ beziffern das Wachstum für den Smart Packaging Markt auf jährlich 4,15 Prozent (CAGR) im Zeitraum von 2021 bis 2026. Smart Packaging ist ein „digitales Wunderkind“ und die neueste Technologie in der Verpackungsbranche. Geht es um Chancen für Wachstum und Differenzierung, steht Digitalisierung gleichberechtigt neben dem aktuell dominierenden Feld der Nachhaltigkeit.

 

Zahlen: Wachstumsfelder Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Der Markt für Smart Packaging wurde von den Marktforschern für das Jahr 2020 auf 38,16 Mrd. USD geschätzt. Bis 2026 soll er 48,72 Mrd. USD erreichen, was einer CAGR von 4,15% im Prognosezeitraum entspricht.

Die Zahlen deuten auf eine beeindruckende Dynamik hin. Auch wenn das erwartete Wachstum für nachhaltige Verpackungen mit rund 5,6 Prozent Wachstum CAGR noch etwas höher liegt, birgt Smart Packaging für die Unternehmen der Branche doch gewaltige Chancen für Wachstum.

 

Smart Packaging: Sektoren, Regionen und Treiber

  • Die größte Wachstumsdynamik wird für den Lebensmittelsektor erwartet.
  • Den größten Marktanteil prognostizieren die Forscher für die USA, gefolgt von Kanada.
  • Die Hauptgründe sind ein steigendes Wachstum der Erwerbsbevölkerung sowie eine steigende Nachfrage nach interaktiven und verbesserten Verpackungslösungen in den Märkten Nordamerikas.
  • Zentrale Verbesserungen der smarten Verpackungsleistung liegen in der längeren Haltbarkeit von Lebensmitteln und der erneut steigenden Bedeutung kundenfreundlicher Lösungen.

 

Wachstum!

Die neuen Zahlen zeigen, dass die Zukunft nicht nur der Nachhaltigkeit gehört, sondern gleichermaßen der Digitalisierung – und hier insbesondere dem Smart Packaging. Insbesondere die Dynamik bei der Suche nach kundenfreundlichen Lösungen kann für die Branche ein digitaler Zaubertrank sein.

 

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