Markt für biologisch abbaubare Kunststoffverpackungen bietet große Wachstumschancen

Quelle: Freepik

 

Markt für biologisch abbaubare Kunststoffverpackungen bietet große Wachstumschancen

Thomas Reiner | 10.11.2020

Eine neue Marktforschung zeigt, dass der globale Markt für biologisch abbaubare Kunststoffverpackungen in den nächsten 5 Jahren jährlich um 17% wachsen wird. Biologisch abbaubare Kunststoffverpackungen sind nur eine von vielen Stoßrichtungen im Bereich Nachhaltigkeit. Sie sind ein Beleg für die Dynamik bei der Suche nach nachhaltigen Lösungen und wie viele Chancen für Wachstum der Aspekt Nachhaltigkeit bietet.

 


 

Eine neue Marktforschung zeigt, dass der globale Markt für biologisch abbaubare Kunststoffverpackungen in den nächsten 5 Jahren jährlich um 17 Prozent wachsen wird. Biologisch abbaubare Kunststoffverpackungen sind nur eine von vielen Stoßrichtung im Bereich Nachhaltigkeit. Sie sind ein weiterer Beleg für die Dynamik bei der Suche nach nachhaltigen Lösungen. Und sie sind ein Beleg dafür, wie viele Chancen für Wachstum der Aspekt Nachhaltigkeit bietet. Auch der Königsweg ist klar: Kreisläufe schließen! Wegwerfen war gestern.

Das indische Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Mordor Intelligence hat jüngst Zahlen zur Marktentwicklung für biologisch abbaubare Kunststoffverpackungen vorgelegt. Die Kernaussagen:

  • Der Marktwert biologisch abbaubarer Kunststoffverpackungen wurde im Jahr 2019 auf 4,65 Milliarden USD geschätzt. Bis 2025 wird ein Wachstum auf 12,06 Milliarden USD prognostiziert.
  • Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) für den Prognosezeitraum 2020-2025 beträgt somit 17,04 Prozent.

Biologisch abbaubarer Kunststoff ist nur eine von vielen Stoßrichtungen im Bestreben nach mehr Nachhaltigkeit. Unabhängig davon, welche Bedeutung er in Zukunft tatsächlich erringen wird, belegen die Zahlen erneut die enorme Dynamik im Nachhaltigkeitsbereich. Wer nach Chancen und Potential für Wachstum sucht, wird beim Thema Nachhaltigkeit fündig.

Auch die Leitlinie und der roter Faden bei allen Bestrebungen ist längst klar: Kreislaufwirtschaft! Denn unabhängig vom verwendeten Material steht fest, dass die Wegwerfgesellschaft keine Zukunft hat. Lineare Lösungen führen in Sackgassen. Zukunft gibt es nur im geschlossenen Kreislauf.

 

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Erschreckende Studie zeigt: An der Kreislaufwirtschaft führt kein Weg vorbei!

 

 

Erschreckende Studie zeigt: An der Kreislaufwirtschaft führt kein Weg vorbei!

Thomas Reiner | 30.10.2020

Bis 2040 wird sich die Menge an Plastikmüll, die jedes Jahr in die Ozeane fließt, auf 29 Mio. Tonnen mehr als verdoppeln, zeigt eine Prognose einer Studie von Pew Charitable Trusts & SYSTEMIQ. Selbst wenn sich Industrie & Politik an ihre bisher gemachten Zusagen halten, wird sich daran fast nichts ändern. Die einzig wirksame Lösung ist eine tiefgreifende Systemumstellung. Circular Economy ist alternativlos.


 

Bis 2040 wird sich die Menge an Plastikmüll, die jedes Jahr in die Ozeane fließt, auf 29 Millionen Tonnen mehr als verdoppeln. Das ist die erschreckende Prognose einer Untersuchung von Pew Charitable Trusts und SYSTEMIQ. Selbst wenn sich Industrie und Politik an ihre bisher gemachten Zusagen halten, wird sich daran fast nichts ändern. Noch ist es nicht zu spät für eine Kehrtwende. Aber die Uhr tickt gegen uns. Was die Studie zudem erneut klarmacht: Die einzig wirksame Lösung ist eine tiefgreifende Systemumstellung. Die Kreislaufwirtschaft ist alternativlos.

Bleibt alles, wie es derzeit ist, wird die Menge an Plastikmüll in den Ozeanen bis 2040 von derzeit rund 150 Millionen Tonnen auf 600 Millionen Tonnen ansteigen. Selbst wenn alle bisher gemachten Zusagen zur Eindämmung des Leakage eingehalten werden, wird sich der jährliche Zufluss nur um einen winzigen Bruchteil reduzieren.

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts, das von Pew Charitable Trusts und dem in London ansässigen Umwelt-Think Tank SYSTEMIQ, Ltd. durchgeführt wurde, sind erschreckend. Der Ausblick ernüchtert umso mehr, als die weltweite Kunststoffproduktion bis 2030 um prognostizierte 40 Prozent steigen wird und jährlich Hunderte Milliarden Dollar in neue Produktionsanlagen für Virgin-Kunststoff gesteckt werden. Keine Spur von Kehrtwende also. Eher eine Festschreibung des Status Quo.

Dabei zeigt die Studie auch eine (einzige!) Lösung auf. Sie erfordert allerdings eine umfassende Systemumgestaltung der globalen Kunststoffindustrie. Das Ziel: Konsequente Kreislaufwirtschaft, in der Kunststoffabfall eingesammelt, recycelt und wiederverwertet wird. Schon die die konsequente Anwendung bestehender Methoden und Technologien könnte den jährlichen Zufluss von Plastikmüll in die Ozeane um 83 Prozent reduzieren. Weitere Innovationen kämen on top.

Klar ist aber leider auch, dass Technologie und Innovation nicht der Knackpunkt sind. Der Knackpunkt ist die Konsequenz, die für eine wirklich durchschlagende Systemumstellung nötig wäre. Die Uhr tickt gegen uns. Es gibt keine Alternative zur Kreislaufwirtschaft. Und wir brauchen den Systemwandel jetzt!

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Nivea nutzt die Verpackung als Mediaplattform

Quelle: Beiersdorf

Nivea nutzt die Verpackung als Mediaplattform

Thomas Reiner | 29.10.2020

Die Verpackung positioniert sich innovativ als wirkungsmächtige und reichweitenstarke Werbeplattform. Als Mediaplattform verbindet sie ein attraktives, haptisches Erlebnis in der realen Welt mit den unendlichen Möglichkeiten der digitalen Welt. Sie bringt eine enorme Reichweite und viel Wirkung bei vergleichsweise geringen Kosten. Internet of Packing (IoP) ist der Motor und wird zunehmend eine Schlüsselrolle bei dieser Transformation spielen.


 

Beiersdorf geht neue Wege, um Verbraucher anzusprechen. Ein innovatives Produktpaket für die Marke Nivea ermöglicht Kunden einen Scan der Verpackung mit Google Lens*. Als Mehrwert winken Anwendungstipps und interaktives Entertainment. Geschickt nutzt Beiersdorf das Potential der Verpackung als Mediaplattform und hebt das Markenerlebnis auf eine neue Stufe. Die Verpackung positioniert sich innovativ als wirkungsmächtige und reichweitenstarke Werbeplattform. Das Internet of Packaging nimmt Form an.

Für eine Sonderausgabe des Nivea Men „Active Energy Wake-Up Sofort Effekt-Gel“ hat Beiersdorf in Kooperation mit Google ein innovatives Produktpaket entwickelt, das nach einem Scan der Packung mit Google Lens Anwendungstipps, Produktinformationen und eine interaktive Begegnung mit dem Schauspieler und Grimme-Preisträger Edin Hasanović bietet. Insgesamt haben Beiersdorf und Google drei verschiedene „Lens Experiences“ entwickelt.

Beiersdorf hebt das Markenerlebnis für sein Nivea-Produkt auf eine neue Ebene. Das Produktpaket bietet Mehrwerte für den Konsumenten und soll auch dem Einzelhandel neue Möglichkeiten eröffnen.

Eckstein und Möglichmacher des neuen Markenerlebnisses ist die Verpackung. Als Mediaplattform verbindet sie ein attraktives, haptisches Erlebnis in der realen Welt mit den unendlichen Möglichkeiten der digitalen Welt. Sie bringt eine enorme Reichweite und viel Wirkung bei vergleichsweise geringen Kosten. Mit diesen Vorzügen positioniert sich die Verpackung selbstbewusst und innovativ als Werbeplattform neben Social Media und traditioneller Werbung.

Beiersdorf hat die neuen Möglichkeiten der Verpackung erkannt und testet seinen Ansatz mit der Sonderedition auf das Alltagspotential. Unabhängig vom Ausgang wird sich das Potential der Verpackung als Mediaplattform durchsetzen.

Was damit entsteht, ist ein Internet of Packaging (IoP), das nicht nur das Markenerlebnis auf eine neue Stufe hebt, sondern auch in Bezug auf die Bindung und Aktivierung von Konsumenten und im Bereich Big Data die Antwort sein wird.

* Google Lens ist eine Bilderkennungstechnologie, die als Standard in Android-Kamera-Apps integriert und für iOS-Nutzer über die Google-App verfügbar ist.

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Mineralöl: Neue Regulierungen für Recyclingpapier mit Lebensmittelkontakt geplant

 

 

Mineralöl: Neue Regulierungen für Recyclingpapier mit Lebensmittelkontakt geplant

Thomas Reiner | 17.09.2020

Das Deutsche Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) plant eine Vorschrift zur Verwendung von funktionellen Barrieren bei Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen und Recyclingpapier enthalten. Die Barrieren sollen die Migration von aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) verhindern.
Der Plan zur neuen Vorschrift geht aus der Mittelung der Europäischen Kommission vom 17. August 2020 hervor. Ihr zufolge hat das BMEL eine aktualisierte Fassung der 22. Verordnung zur Änderung der Bedarfsgegenständeverordnung des Landes über die Verwendung von Recyclingpapier bei der Herstellung von Materialien mit Lebensmittelkontakt (FCM – Food Contact Material) bekannt gegeben.

Mineralölkohlenwasserstoffe einschließlich MOAH werden in der Regel aus Rohöl gewonnen und können aus Mischungen Tausender unterschiedlicher Moleküle bestehen. MOAH-Mischungen haben mutagene und karzinogene Eigenschaften. Wenn sie in Lebensmitteln enthalten sind, stellen sie daher ein Risiko für die menschliche Gesundheit dar. Wissenschaftliche Studien und Testkampagnen haben in der Vergangenheit gezeigt, dass die Gehalte an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH) und MOAH in Lebensmitteln oft über 2 bzw. 0,5 mg/kg Lebensmittel liegen.

Eine Ausnahme von der geplanten BMEL-Vorschrift soll Herstellern nur gewährt werden, wenn sie nachweisen können, dass die Migration von MOAH auch ohne funktionelle Barriere die Grenze von 0,5 mg MOAH/kg Lebensmittel bzw. 0,15 mg MOAH/kg Lebensmittelsimulanz nicht übersteigt.

Regulierungen sind ohne Zweifel wichtig. Und die geplante Regulierung geht ein zweifellos wichtiges Thema an. Leider ist sie jedoch ohne koordinierten Dialog mit der Industrie entstanden. Damit fehlt dem Regulierungsvorhaben die größte Quelle an fachlicher Expertise und Know-how.

Gleichzeitig beraubt sich die Industrie der Möglichkeit, Gesetzgebung und Regulierung mitzugestalten. Ein gewichtiges Manko. Ändern wird sich daran nicht – bis die Unternehmen lernen, gemeinsam zu kommunizieren. Eine fragmentierte Kommunikation, wie sie aktuell vorherrscht und in der jeder nur für sich spricht, ist kraftlos und wird folgenlos bleiben.

Nur eine Kommunikation der Industrie als Ganzes kann zum Schlüssel dafür werden, in der Gesetzgebung der Zukunft nicht mehr nur Informationsempfänger zu sein, sondern ein wichtiger Dialog-Partner.

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