50% Rezyklat, 50% biobasiert: McDonald’s testet neue Plastikbecher

Image source: Visual Karsa, Unsplash

50% Rezyklat, 50% biobasiert: McDonald’s testet neue Plastikbecher

Thomas Reiner | 10.06.2022

McDonald‘s testet in ausgewählten US-Restaurants durchsichtige Kunststoffbecher aus PCR und biobasierten Materialien. Nach Unternehmensangaben sind die neuen Becher recyclingfähig und äußerlich nicht von den bisherigen Bechern zu unterscheiden. Das neue Projekt des Fast-Food-Konzerns ist ein interessanter Ansatz für die Kreislaufwirtschaft. Er kombiniert Kundenpräferenzen mit vielversprechenden Lösungen für die Circular Economy und matcht damit Nachhaltigkeit und Marktperformance.


 

Der neue Kunststoffbecher ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit Pactiv Evergreen, INEOS, Neste und LyondellBasell. Das Pilotprojekt umfasst den Einsatz der neuen Lösung in 28 ausgewählten Restaurants in Savanah, Georgia. Beaufsichtigt und betreut wird der Testlauf durch McDonald‘s langjährigen Supply Chain Partner HAVI und dessen Tochter „The Marketing Store“ (TMS).

 

Big Picture McDonald‘s

Das neue Projekt reiht sich in eine Reihe von Tests, die McDonald’s in den letzten Jahren durchgeführt hat, um seine Verpackungen nachhaltiger zu machen. Becher stehen dabei im Fokus. Bis 2025 will der Fast-Food-Konzern 100 Prozent seiner Verpackungen aus erneuerbaren, recycelten oder zertifizierten Materialien herstellen. Um den Übergang zu begleiten und zu erleichtern, setzt das Unternehmen seit einigen Jahren auf seinen „Better M“-Hub. Dort können Interessierte alle Fakten rund um das Qualitätsengagement von McDonald’s ansehen und nachlesen.

 

Der neue Becher: Fokus auf den Kreislauf

  • 50 Prozent Post-Consumer-Kunststoffe
  • 50 Prozent biobasierte Materialien. Neben Biomasse aus nachwachsenden Quellen wie beispielsweise Pflanzen wird auch das gebrauchte Speiseöl der McDonald‘s-Restaurants für die Produktion des Becherkunststoffs verwendet.
  • Praktische Rezyklierbarkeit. Laut Angaben von McDonald‘s sollen die Becher nach Gebrauch recycelt werden, um so das Angebot an PCR-Material für den Einsatz in anderen Produkten zu erhöhen.
    • Deckel und Strohhalme der neuen Becher sind derzeit nicht recycelbar.
    • Seinen Kundinnen und Kunden rät McDonald‘s, die Becher nach Gebrauch zu spülen und dann über einen Wertstoffbehälter zu entsorgen.

 

Der neue Becher: Fokus auf die Kunden

  • Durchsichtige Becher sind bei den Konsumentinnen und Konsumenten beliebt. Deshalb ist es clever und folgerichtig, dass McDonald seine neue Lösung in diese Richtung getrieben hat. Die neue Lösung macht keine Abstriche beim Kundenerlebnis.
  • Nach Aussage von McDonald’s unterscheidet sich der neue Becher optisch und haptisch nicht von den bisher eingesetzten Lösungen.

 

Kreislaufwirtschaft und Marktperformance

Lösungen für die Kreislaufwirtschaft werden auf dem Weg zum Erreichen von Nachhaltigkeitszielen immer bedeutsamer. Im Kunststoffbereich sind Post-Consumer Recyclingmaterialien ein zentrales Element, da sie einen enormen Hebel bieten.

Es ist clever und vielversprechend, dass McDonalds bei seiner neuen Lösung nicht nur auf Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit setzt, sondern auch die Präferenzen seiner Kundinnen und Kunden im Zentrum der Entwicklung belässt.

Denn letztlich können nachhaltige Lösungen nur dann nachhaltig erfolgreich und ergebniswirksam werden, wenn auch die Marktperformance gewährleistet ist.

Wir lieben den Austausch

Ich freue mich von Ihnen zu hören

4 + 11 =