Mars setzt auf Rezyklat aus chemischem Recycling. Ist das der Königsweg?

Thomas Reiner

Der US-Nahrungsmittelkonzern Mars setzt für die flexiblen Verpackungen seiner Snackriegel-Marke „Kind“ auf den Einsatz von Rezyklat, das aus chemischem Recycling stammt. Das zu zertifiziertem Polypropylen (PP) aufbereitete Rezyklat stammt aus minderwertigen gebrauchten Mischkunststoffen aus Verpackungsabfällen. Damit geht Mars einen Schritt hin zu seinem Ziel, bis 2025 durchschnittlich 30 Prozent Rezyklat in seinen Verpackungen einzusetzen.

Algen statt Kunststoff: Beschichtete Verpackungen für den Take-Away-Markt.

Thomas Reiner

Das englische Start-up Notpla bringt eine neue Reihe von beschichteten, kompostierbaren Verpackungen für Take-Away und Lieferdienste auf den Markt. Das Coating wird aus Algen hergestellt und ersetzt bei gleichen fett- und wasserabweisenden Eigenschaften den zuvor verwendeten Kunststoff. Das Thema der „nachhaltig beschichteten Papiere“ kommt ins Rollen und bietet interessante Alternativen.

Coke Europe führt Tethered Caps ein und erfüllt eine (fragwürdige) EU-Richtlinie.

Thomas Reiner

Die Coca-Cola Company hat angekündigt, in Europa einen neuen, leichtgewichtigen „Bügelverschluss“ für seine kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränke in PET-Flaschen einzusetzen. Neben Vorteilen bei Recyclingfähigkeit und Materialersparnis erfüllt der neue Verschluss vor allem die ab Juli 2024 in Kraft tretende EU-Vorgabe zu Tethered Caps. Die Vorschrift zwingt Unternehmen zu hohen Investments. Es stellt sich die Frage, ob die Vorgabe tatsächlich zielführend ist.

Neue Mehrweg-Verpackung für den Onlineversand von Hey Circle

Thomas Reiner

Das Wettrennen um Mehrweg-Lösungen im E-Commerce nimmt Fahrt auf. Zu den jüngeren Anbietern gehört das Münchner Start-up Hey Circle. Seine Versandboxen und -taschen bestehen aus recycelbaren PP- sowie PE-Kunststoffen und können von Verwendern gemietet werden. Ein Netzwerk aus Partnern soll für einfache Retouren sorgen. Spätestens mit den anstehenden Regulierungen der EU im Rahmen der neuen Packaging And Packaging Waste Regulation wird das Thema mehrwegfähiger Versandverpackungen endgültig im Markt ankommen.

Refill für Deodorant: Unilever rüstet seine Marke Dove mit Nachfüll-Verpackung.

Thomas Reiner

Die Deodorant-Marke Dove hat ihre erste nachfüllbare und wiederverwendbare Verpackung auf den Markt gebracht. Sie besteht aus einem Edelstahlgehäuses und einer Nachfüllverpackung aus 98 % recycelbarem Kunststoffrezyklat. Wir sehen, dass Refill-Lösungen zunehmend auch bei Pflegeprodukten und Kosmetik ankommt. Das ist bedeutend, weil der Sektor eine Führungsposition mit Signalcharakter hat.

Mehrweg im Aufwind: Das neue Rückgabesystem für Getränkeverpackungen der Slowakei erzielt im ersten Jahr Quoten von über 70%.

Thomas Reiner

Anfang 2022 wurde in der Slowakei ein Pfandsystem für PET-Einwegflaschen und Metalldosen eingeführt. Das System setzt auf Rückgabeautomaten von TOMRA und ein Einlagenrückgabesystem. Es soll die Anforderungen der EU-Richtlinie über Einwegkunststoffe erfüllen, höhere Rückgabe- und Recyclingquoten ermöglichen und das Littering-Problem angehen. Die vorab vorgeschriebene Rückgabequote für das Jahr 2022 erreichte 70 Prozent. Das Beispiel der Slowakei unterstreicht unsere Überzeugung, dass Mehrweg- und Rückgabesysteme weiter an Bedeutung gewinnen werden. Der Trend steht erst am Anfang.

McDonald’s und Burger King führen Mehrweg-Verpackungen ein.

Thomas Reiner

McDonald’s Deutschland hat gemeinsam mit dem Logistik- und Supply-Chain-Unternehmen HAVI eine landesweite Mehrweg-Verpackungslösung für seine rund 1.450 nationalen Restaurants entwickelt. Die Mehrwegverpackungen sind für einen Pfand-Betrag direkt im Restaurant erhältlich und können in allen deutschen McDonald’s Restaurants zurückgegeben werden. Auch der Wettbewerber Burger King hat ein Mehrwegsystem gestartet und sich dazu Recup als Partner gesucht. Wir sehen: Die Regulierungen zum Thema Mehrweg zeigen Wirkung.

Die Inflation beeinflusst Verpackungsgrößen – und den Verpackungsbedarf.

by Thomas Reiner

Inflation und gestiegene Lebenshaltungskosten führen bei Konsumenten zu schmaleren Budgets für den Einkauf im Supermarkt. Neben einer steigenden Nachfrage nach Eigenmarken des Handels hat die Entwicklung auch Folgen für die Verpackungsgrößen. Verbraucher entscheiden sich vermehrt entweder für kleinere Produktmengen, weil diese erstmal weniger kosten oder sie greifen gleich zur XXL-Packung in der Hoffnung, dass sie so günstiger wegkommen.

Edeka führt eigenes Mehrwegsystem für Take-Away ein..

by Thomas Reiner

Der EDEKA-Verbund ist einer der größten Lebensmittelhändler in Deutschland. Für seine Einzelhandelspartner führt das Unternehmen nun unter dem Label „regood“ ein eigenes Mehrwegsystem für den Außer-Haus-Verzehr ein. EDEKA antwortet damit auf die gesetzliche Pflicht zum Angebot von Mehrwegverpackungen für Take-away in Deutschland.

Nestlé stellt bei Quality Street auf recycelbare Papierverpackungen um.

Thomas Reiner

Nestlé führt für die Twist-wrapped Bonbons seiner Süßwarenmarke Quality Street FSC-zertifizierte Papierverpackungen ein. Durch die Umstellung sollen weltweit fast 2,5 Milliarden Stück der zuvor genutzten, doppelten Bonbonfolie aus der Lieferkette entfernt werden. Vor allem aber werden durch den Schritt alle Twist-Wrap-Verpackungen der Marke recyclingfähig.